Aus professioneller Sicht 30. Mai 2023

Heggur (Prunus padus)

Autor: Peter Halldórsson

Heggur ist ein blühender Baum aus der Familie der Rosengewächse und eng mit den Kirschbäumen verwandt. Tatsächlich kann man sagen, dass Heggur direkt ein Kirschbaum ist, da der Gattungsname derselbe ist.

Der Nachteil von Kirschen in der Hecke ist, dass die Früchte an der Außenseite der Samenkapsel oder des Kerns sehr klein sind. Daher sind diese Beeren unter den Zähnen nicht angenehm. Sie sind tatsächlich auch bitterer als die Kirschen, die am häufigsten gegessen werden, da sie nicht auf den Geschmack der Beeren gezüchtet wurden.

Hegg hat jedoch noch viele andere Vorteile. In den ersten Jahren wächst sie schnell, beginnt jedoch früh zu blühen und dann verlangsamt sich das Höhenwachstum. Im Herbst ist es mit schwarzen Beeren geschmückt. Hierzulande dürfte der Heggi eine Höhe von mindestens zehn Metern erreichen können, wenn er als einstämmiger Baum heranwachsen darf. Oft wird jedoch angestrebt, dass sie sich eher als großer, mehrstämmiger Strauch als als Baum ausbreitet, da das Blütenarrangement umso größer wird, je zahlreicher und ausgedehnter die Pflanze ist.

Heggur ist sehr blumenliebend und blüht jedes Jahr gerne üppig. Die Art stammt aus einem breiten Gürtel von Mittel- und Nordeuropa im Osten über Asien bis nach China, Korea und Japan. Es kommt sogar in begrenzten Gebieten in Südeuropa und Nordafrika, im Himalaya und anderswo vor. In Hérland gedeiht sie gut und ist sehr robust, wenn sie beispielsweise aus Nordnorwegen gezüchtet wird. Besonders im Süden des Landes eignen sich südlicher gelegene Beete. Hegg braucht jedoch immer einen feuchten und fruchtbaren Boden, um gut zu wachsen.

Weiße Blüten auf regelmäßigen Ähren.

In Island wird die Segge bereits seit langem im Gartenbau eingesetzt, doch können wir den verstärkten Anbau in bewaldeten Wäldern durchaus empfehlen, insbesondere zur Verschönerung von Waldrändern, entlang von Straßen und Einfahrten, auf Lichtungen und an Rastplätzen im Wald. Dort geht er eine Symbiose mit anderen Baumarten ein. Es empfiehlt sich, dafür sonnige Standorte zu wählen, an denen die Pflanze am besten blüht. Und auch wenn wir Menschen seine Beeren nicht essen wollen, genießen Vögel sie und so unterstützt Heggur das Vogelleben im Wald und seiner Umgebung. Neben der Anpflanzung von Hecken als Einzelbaum gemischt mit anderen Arten ist auch die Anpflanzung in Hainen auf fruchtbarem Boden nicht ausgeschlossen. In ungünstigen Zeiten verträgt es Windstress und Frost.

Blut-Segge ist eine rotblättrige Seggensorte, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts in der Fagerhult-Pflanze im schwedischen Archipel gefunden wurde. Alle Blutflecken stammen vermutlich von diesem einen Baum. Die rote Farbe wird durch eine Mutation im Genom des Baumes verursacht, kommt aber auch in seinen Blüten vor, die eine beeindruckende rosa Farbe haben. Blóðheggur wird in Island häufig angebaut und ist nicht weniger winterhart als die grüne Sorte. Schädlinge scheinen sogar weniger Appetit darauf zu haben als normale Grünseggen. Es ist nicht ersichtlich, dass die rote Farbe das Wachstum eines Hämatoms im Vergleich zu einem grünen Hämatom hemmt. Zu den Schwächen der Art gehört die Gefahr von Rost in der Südbeere und manchmal wird sie von einer Pilzkrankheit befallen, die die normale Entwicklung der Beeren verhindert. Schäden durch Schädlinge sind selten erheblich.

Viele Leser kennen vielleicht auch ein anderes rötliches Heidekraut, das sogenannte Virginia-Heidekraut. Es handelt sich tatsächlich um eine mutierte Sorte einer anderen nordamerikanischen Heckenart, Prunus virginiana. Bei Red Virginia werden die Blätter grün, verfärben sich aber allmählich rot. Mit fortschreitendem Sommer und abnehmendem Neuaustrieb nimmt der Anteil grüner Blätter ab und der Baum verfärbt sich zunehmend rot. Die Farbe der Roten Virginia-Segge ist noch intensiver und beeindruckender als die der Blut-Segge, insbesondere dort, wo sie die volle Sonne genießt.

Man kann durchaus den verstärkten Anbau von Seggen im ganzen Land empfehlen, sowohl in Parks als auch in Wäldern, unabhängig davon, ob die Farbe grün oder rot ist. Auch wenn es für die Holznutzung spät sein wird, ist das Holz sowohl hart als auch hat oft einen schön gefärbten Kern, so dass ältere Bäume ein spannendes Materialholz für kleine Bau- und Handwerksarbeiten darstellen könnten.