Gísli Jónsson, der Bereitschaftsmanager von Geislavarna ríkistin, sagt, die Agentur beobachte die Entwicklungen im Kernkraftwerk Sellafield in Großbritannien. Er sagt, es sei sicherlich schwerwiegend, wenn skrupellose Parteien in das System des Senders eindringen könnten. Lecks aus dem Silo der Station sind hingegen keine neuen Meldungen.
„Das [lekinn] „Es sollte nur eine lokale Wirkung haben, aber es ist natürlich schwerwiegend, wenn Informationen über die Sicherheit von Sellafield durchsickern“, sagt Gísli in einem Interview mit mbl.is.
Der Betrieb der Station war in den letzten 25 Jahren umstritten
Die Zeitung Wächter Gestern wurde über ein Leck aus einem großen Silo, in dem radioaktive Abfälle gelagert werden, berichtet, und es soll sich verschlimmern. Neben dem Leak erfuhr die Zeitung auch von einem Cyberangriff, der vermutlich auf das Jahr 2015 zurückgeht. Die Hacker sollen Verbindungen zu Russland und China haben.
Die Sellafield-Station ist die gefährlichste, die jemals in Europa gebaut wurde, und ihr Betrieb war in den letzten Jahrzehnten umstritten.
Lange Zeit gab es Bedenken hinsichtlich der Einleitung von Atommüll ins Meer durch die Anlage, und die Behörden Norwegens und Irlands setzten sich dafür ein, diese Einleitung zu stoppen.
„Auf Druck dieser beiden Nationen stoppten die Menschen die Freisetzung von Technetium 99, was von den Ländern heftig kritisiert wurde“, sagt Gísli.
Das Risiko durch das Leck ist lokal
Gísli sagt, die durch das Leck verursachte Gefahr sei örtlich begrenzt. Es besteht die Gefahr, dass Atommüll ins Grundwasser gelangt, was für die britischen Inseln durchaus Anlass zur Sorge gibt.
Allerdings geht er nicht davon aus, dass das Leck eine Gefahr für Island oder Norwegen darstellt, da keine Gefahr besteht, dass Atommüll ins Meer gelangt, wie in den Vorjahren befürchtet wurde.
Auf Nachfrage sagt er, dass die Bedrohung für Island durch Sellafield nicht größer sei als durch andere Kernkraftwerke oder Orte, an denen Atommüll gelagert wird.
Allerdings überwacht die schwedische Strahlenschutzbehörde die Strahlung stets genau mit Messgeräten und Software, um die Verteilung im Falle eines Vorfalls vorherzusagen.
Die Berichterstattung des Guardian brachte alles durcheinander
Gísli sagt, dass die Berichterstattung des Guardian die möglichen Folgen des Lecks und die Folgen eines Unfalls in Sellafield verwechselt. Es gibt zwei verschiedene Szenarien.
Er verweist auf ein Modell der norwegischen Strahlenschutzbehörde, auf das sich der Guardian in seinem Bericht bezieht und das zeigt, wie schnell eine Atomfahne aus Sellafield im Falle eines Brandes in Sellafield nach Norwegen wandern würde.
„Wenn es dort brennen würde, gäbe es zwar eine Freisetzung, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr gering.“ Aber es ist nicht dieses Leck.
