Der Haftbefehl gegen einen Mann, der verdächtigt wird, Ende April in einem Haus in Selfoss eine junge Frau getötet zu haben, ist letzte Woche abgelaufen.
Die Polizei beantragte eine Verlängerung der Haft, doch das Bezirksgericht Suðurland lehnte den Antrag ab. Gegen die Entscheidung wurde beim Landesgericht Berufung eingelegt.
Dies bestätigt Sveinn Kristján Rúnarsson, leitender Polizeibeamter der Polizei in Südisland.
Alles ist im Haus
Der Verdächtige verbrachte 18 Wochen in Untersuchungshaft, also etwas mehr als vier Monate. Die Strafprozessordnung sieht vor, dass eine Untersuchungshaft für einen Angeklagten nicht länger als zwölf Wochen angeordnet werden darf, es sei denn, dass dringende Ermittlungsinteressen dies erfordern.
Laut Svein Kristján haben sich die polizeilichen Ermittlungen lange verzögert, da lange auf den Autopsiebericht und verschiedene technische Dokumente gewartet wurde.
Jetzt sei „alles geklärt“ und er gehe davon aus, dass der Fall nächste Woche vor den Bezirksstaatsanwalt gebracht werde. Jetzt fehlen nur noch die letzten Feinarbeiten.
