Laut einer neuen Arbeitsmarktstudie lebt ein großer Teil der Menschen mit Behinderungen in Island in extremer Armut und ihre Lebensbedingungen sind im Allgemeinen viel schlechter als die von Lohnempfängern. Die Forscher sagen, die Ergebnisse seien verblüffend. Es war überraschend, wie schlecht die Situation der Gruppe ist. Der Vorsitzende des BSRB sagt, das Sozialsystem sei gescheitert.
Der Großteil der behinderten Menschen hat Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen, nämlich 75 Prozent. Mehr als ein Drittel lebt in Armut und die Hälfte schätzt ihre finanzielle Situation schlechter ein als vor einem Jahr.
Das geht unter anderem aus einer neuen Studie von Värda, dem Arbeitsmarktforschungsinstitut und ÖBÍ-Rechtsverband, hervor. Die Umfrage wurde heute Morgen auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Mehr als neunzehntausend Menschen wurden zur Teilnahme aufgefordert, und etwa 3.600 von ihnen antworteten. Kristín Heba Gísladóttir, Geschäftsführerin von Várda, sagt, die Ergebnisse seien beeindruckend.
„Das Ergebnis ist, dass die finanzielle Situation der Empfänger von Invaliditätsrenten, Rehabilitationsrenten und Invaliditätsrenten in jeder Hinsicht sehr schlecht ist. Dort sind Alleinerziehende besonders benachteiligt. Dann ist das psychische Wohlbefinden für einen extrem großen Prozentsatz der Gruppe schlecht, viel soziale Isolation. Die Menschen mussten auf die Gesundheitsversorgung verzichten. Behinderte Menschen stehen hierzulande nicht auf der gleichen Ebene wie andere in der Gesellschaft. „Die Menschen haben nicht die gleichen Chancen auf ein menschenwürdiges Leben“, sagt Kristín.
Sie sagt, die Forscher seien überrascht gewesen, wie beeindruckend die Ergebnisse seien.
„Es gab nichts, was uns in Värda darauf vorbereiten konnte, dass die Ergebnisse dieser Gruppe so schlecht ausfallen würden. Wir haben sie wiederholt überprüft, weil sie so auffällig waren. Dies führte zum Beispiel dazu, dass ein Drittel der Alleinerziehenden in der Gruppe in bitterer Armut lebt.“
