Die Unsicherheit aufgrund der Erdbeben auf der Halbinsel Reykjanes hat zu Veränderungen im Buchungsverhalten der Passagiere bei Play geführt. Birgir Jónsson, CEO von Play, sagt, es sei noch nicht an der Zeit, die tatsächlichen Auswirkungen der Situation einzuschätzen.
Gestern gab Icelandair bekannt, dass sich der Verkauf von Flügen nach Island aufgrund von Erdbeben auf der Reykjanes-Halbinsel im Vergleich zu den zuvor geplanten deutlich verlangsamt habe.
Negative Berichterstattung in der Presse im Ausland
Birgir sagt, die Situation sei seltsam. Play bemerkte letzte Woche Veränderungen, nachdem Bilder aus Grindavík in ausländischen Medien eintrafen. Seitdem sind die Buchungen wieder in größerem Umfang eingegangen, als die Berichterstattung in den ausländischen Medien geringer war.
Er sagt, dass Play die Situation immer noch beurteilt, aber es ist klar, dass es Auswirkungen haben wird, wenn die Unsicherheit einige Wochen anhält.
„Eigentlich ist die Unsicherheit das Schlimmste. Solange die Berichterstattung im Ausland so negativ ist.
Ein besonderer Grund, die Behörden zu loben
Birgir sagt, es gebe einen besonderen Grund, die Behörden zu loben. In diesem Zusammenhang erwähnt er die Medienministerin Lilja Alfreðsdóttir und ihr Ministerium, die seiner Meinung nach bei der Koordinierung von Informationen an ausländische Medien äußerst gut abschneiden.
„Das ist eine Art Weltuntergangsnachricht, die im Ausland rezipiert wird“, sagt er und fügt hinzu:
„Wir hoffen zunächst einmal, dass alles gut geht. Aber auch, dass die Medienberichterstattung im Ausland eine Art gesunden Menschenverstand erreicht.“
Große Solidarität am Flughafen
Er sagt auch, dass die Zusammenarbeit rund um den Flughafen sehr gut sei und alle Fluggesellschaften außer Isavia gut zusammenarbeiteten. Er sagt, dass alle möglichen Maßnahmen ergriffen wurden, um sicherzustellen, dass der Flugverkehr aufrechterhalten werden kann, falls alles schief gehen sollte.
So wurden beispielsweise Notstromaggregate am Flughafen installiert und die Wasserversorgung sichergestellt.
„Es ist seltsam, das zu sagen, aber es ist schön zu sehen, welche Solidarität in einer solchen Situation zum Ausdruck kommt.“
