In den Nachrichten von Station 2 Die Unsicherheit rund um den Tunnelbau in Island wurde diskutiert. Die Gespräche der Regierung mit dem amerikanischen Unternehmen Earthgrid werfen die Frage auf, ob mit der Ausschreibung für die nächsten Tunnel gewartet werden soll, bis sich zeigt, ob Fackelbohrungen sinnvoll sind, um die Kosten erheblich zu senken.

„Ob diese Technologie funktioniert, werden wir natürlich im Februar oder März nächsten Jahres sehen.“ Wir haben jetzt im Kongress einen Transportplan und dazu gehört auch dieser Tunnelplan. Das ist also eine Art Aufgabe, mit der sich das Parlament befassen muss. Und ich glaube, ich stelle dem Parlament die Aufgabe, genau zu sagen, was ich darüber halte“, sagt Sigurður Ingi.
Der Untertagebau in Island ruht nun seit über drei Jahren bzw. seit der Eröffnung des Dýrafjarðar-Tunnels im Oktober 2020. Der Fjarðarheiðar-Tunnel werde 2022 ausgeschrieben, sagte Vegagerðin Neuigkeiten auf der Website einmal vor zwei Jahren. Über die Ausschreibung für dieses fast fünfzig Milliarden ISK teure Projekt gibt es noch keine Informationen. Der Grund: Es ist ungewiss, wie der Tunnel finanziert werden soll.

Der Minister sagt, dass er auf die Vorschläge des Projektausschusses zur Maut für den Autoverkehr warte, aber die Regierung strebt an, dass ein Gesetzentwurf zu diesem Thema diesen Winter Alþingi vorgelegt und genehmigt wird.
„Natürlich wäre es wünschenswert, wenn das noch vor dem Frühjahr passieren könnte, damit sie Eingang in den nächsten Haushalt finden“, sagt Sigurður Ingi.
Aber ist es nun unwahrscheinlich, dass der Tunnelbau im nächsten Jahr ausgeschrieben wird? Eine Ausschreibung im nächsten Jahr will der Minister nicht ausschließen, eine wäre auf Basis eines Verkehrsplans möglich.
„Wir haben dort bestimmte Finanzierungen im Gange, unter anderem für Tunnel. Ja, ja, du kannst gehen. Aber mit der Leistung, die ein ehrgeiziger Tunnelplan erfordert, wird das natürlich erst möglich sein, wenn wir wissen, wie wir ihn bis zur Fertigstellung finanzieren können.“

Als nächstes steht laut vorgeschlagenem Verkehrsplan der Fjarðarheiðar-Tunnel nach Seyðisfjörður auf der Tagesordnung.
„Der einzige zur Ausschreibung bereitstehende Tunnel ist der Fjarðarheiðar-Tunnel. Andere müssen sich einer Umweltverträglichkeitsprüfung und einer etwas längeren Auslegung unterziehen.“
Der Minister verweist es an Alþingi, falls die Prioritätenliste geändert werden sollte.
„Natürlich ist das keine leichte Aufgabe, wenn man so große Bau- und Kostenzahlen betrachtet. Aber ich vertraue dem Parlament voll und ganz, dass es sich damit befassen wird“, sagt Infrastrukturminister Sigurður Ingi Jóhannsson im Stöðvar 2-Bericht, der hier eingesehen werden kann:
