Die Zahl der Personen, die aufgrund finanzieller Probleme Hilfe bei einem Schuldnervertreter (UMS) suchen, nimmt zu. Auch die telefonische Beratung und Nachrichten von Einzelpersonen werden verstärkt in den Vordergrund gerückt.
„Es ist klar, dass die wirtschaftliche Situation beginnt, sich auf die Menschen in der Gesellschaft auszuwirken, und neben einem allgemeinen Anstieg der Bewerbungen sehen wir auch einen Anstieg der Bewerberzahlen in Gruppen wie verheirateten Paaren und Lebenspartnern“, sagt Ásta Sigrún Helgadóttir, die Schuldnervertreter in einer Bekanntmachung.
In den letzten Jahren handelte es sich bei den meisten Antragstellern um allein lebende Personen. Bislang stellen in diesem Jahr Alleinlebende weiterhin die größte Bewerbergruppe dar, während die Zahl der Paare und Konkubinanten im dritten Jahr in Folge zunimmt. Im Jahr 2022 betrug der Anteil der verheirateten Paare und Lebensgemeinschaften 4 % der Antragsteller, im Jahr 2023 waren es 9 %, mittlerweile sind es 18 %.
Bei der Wohnungssuche sind die meisten Hilfesuchenden auf dem Mietmarkt tätig, nämlich 60 % im Jahr 2023 und 66 % bisher in diesem Jahr.
Gemessen am Beschäftigungsstatus stellten Behinderte die größte Bewerbergruppe dar und machten im Jahr 2023 37 % aller Bewerber aus, in diesem Jahr bisher jedoch rund 34 %.
Die Zahl der Stellenbewerber nimmt erheblich zu und stellt mit 45 % mittlerweile die größte Bewerbergruppe, wenn man den Beschäftigungsstatus berücksichtigt. Im Vergleich dazu betrug der Anteil der Erwerbstätigen im Jahr 2023 34 % und im Jahr 2022 35 % der Bewerber. Die Zahl der arbeitslosen Bewerber wird von 25 % im Jahr 2023 auf 16 % ab 2024 sinken.
