Autor: Steinunn Ásmundsdóttir
Es wird als an der Zeit angesehen, einen Ökosystemansatz in Island planmäßig umzusetzen. Bildung und Ausbildung müssen den Dialog aller Parteien sowie die Erfahrung und das Wissen der umsetzenden Parteien, einschließlich der Landwirte, umfassen.
Das Lebensmittelministerium beauftragte BIODICE, ein Gemeinschaftsforum zum Thema Biodiversität, mit der Zusammenstellung der wichtigsten Ergebnisse und Perspektiven, die auf dem Ecosystem Approach Symposium im Herbst vorgestellt wurden. Es wurden auch Vorschläge zu den Schlüsselthemen angefordert, die die Grundlage für einen Ökosystemansatz bilden, der für verschiedene Produktionssektoren verfolgt werden soll, sowie zu Maßnahmen zu seiner Umsetzung und Anwendung.
In der Zusammenfassung von BIODICE heißt es, dass zwar in verschiedenen Gebieten Islands ein guter Wille zur Ressourcennutzung im Sinne eines Ökosystemansatzes bestehe, die Isländer jedoch mit einer Reihe schwerwiegender Probleme konfrontiert seien, die mit der nicht nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen, dem Rückgang der biologischen Vielfalt, gebietsfremde invasive Arten, Störung von Lebensräumen, Umweltverschmutzung und die Auswirkungen des Klimawandels. All diese Dinge sind auf der ganzen Welt bekannt und haben nicht zuletzt auf die eine oder andere Weise mit der Lebensmittelproduktion zu tun.
Die Vereinten Nationen bezeichnen diesen Zustand als globalen Notstand, dessen Lösung weitreichende Denkweisen und koordinierte Reaktionen erfordert, die neben anderen zentralen Fragen im Bereich Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen geprüft werden. Es ist notwendig, dass lokale Ansätze koordiniert und in einen internationalen Kontext gestellt werden, beispielsweise die Verantwortung Islands für Organismen, die um die Welt reisen, wie etwa Zugvögel und Wale, die in Islands Lebensräumen leben.
Insgesamt ist der Wissensstand über Organismen und Ökosysteme in Island zu gering und fragmentiert, und es bedarf großer Anstrengungen in der Grundlagenforschung und Überwachungsforschung.
