In Grindavík beginnen die Vorbereitungen für den Abriss beschädigter und leerstehender Gebäude. Erste Ausschreibungen sollen noch im Januar erfolgen, der Rückbau gilt als Voraussetzung für Rissreparaturen und den weiteren Wiederaufbau der Stadt.
Die Vorbereitungen für den Abriss verlassener Gebäude in Grindavík kommen zügig voran. Die erste Ausschreibung für Abrissarbeiten soll noch im Januar veröffentlicht werden. In den kommenden Wochen ist laut Grindavíkurbær der Rückbau von drei Mehrfamilienhäusern vorgesehen: Mánagerði 2 sowie Mánagata 19 und 21. Ein Großteil der Arbeiten soll 2026 abgeschlossen werden, einzelne Maßnahmen können sich jedoch bis über das Jahr 2027 hinaus erstrecken.
In Grindavík gibt es derzeit rund 35 bis 40 beschädigte Immobilien. In vielen Fällen ist deren Abriss Voraussetzung, um Rissreparaturen oder weitere notwendige Maßnahmen in abgesperrten Bereichen des Stadtgebiets durchführen zu können. Diese Arbeiten sind ein zentraler Bestandteil des Wiederaufbaus. Mit dem Fortschreiten von Abriss und Instandsetzung soll sich die Zahl der Sperrzonen schrittweise verringern.
Grindavíkurbær ist Projektträger und verantwortlich für die Durchführung, die Kommunikation sowie die Zahlungen an die Auftragnehmer. Zudem stellt die Gemeinde sicher, dass nach Abschluss der Arbeiten alle vorgeschriebenen Prüfungen erfolgen.
Die Entscheidung über den Abriss einzelner Gebäude liegt bei den jeweiligen Eigentümern. Diese können mit der Stadt Grindavík eine Vereinbarung schließen, wonach die Gemeinde den Abriss in ihrem Namen übernimmt und die Verwaltungskosten trägt. In diesem Fall organisiert die Stadt sämtliche Vorbereitungen und die Durchführung, darunter Genehmigungen, Bauleitung, Abschaltung der Versorgungsleitungen und die Rückgabe des Grundstücks nach Abschluss der Arbeiten.
Das Immobilienunternehmen Þórkötla besitzt einen Großteil der öffentlichen Immobilien in Grindavík. Mit dem Unternehmen wurde bereits eine Vereinbarung über die Beteiligung am Projekt getroffen. Weitere Eigentümer öffentlicher Immobilien wurden über das Verfahren informiert und stehen für Gespräche mit der Gemeinde zur Verfügung.
Zur Umsetzung der Abrissarbeiten besteht zwischen der Gemeinde Grindavík und neun Vertragsunternehmen eine Rahmenvereinbarung. Auf dieser Grundlage ist eine Mikroausschreibung für den Abriss leerstehender Gebäude vorgesehen. Ziel ist ein effizientes und rechtssicheres Vergabeverfahren.
Nach Abschluss der Abrissarbeiten übernimmt ein Team für Rissreparaturen die Instandsetzung der betroffenen Bereiche. Parallel dazu hat die Gemeinde mit den Vorbereitungen für die Neugestaltung begonnen und erste Ideen, unter anderem für neue Sportanlagen, den Anwohnern vorgestellt.
Weitere Informationen zum Bauvorhaben, zum Zeitplan und zu möglichen Auswirkungen auf die Umgebung sollen zu gegebener Zeit veröffentlicht werden.
Titelfoto Einzäunungen in Grindavík / Mirjam Lassak
Nach jahrelangem Stillstand wollen Gemeinde und Grundstückseigentümer die touristische Entwicklung am Seljalandsfoss gemeinsam neu aufstellen – mit Fokus auf Infrastruktur,…