In der vergangenen Woche haben die Kommunalverwaltung Mýrdalshreppur und Rarik ohf. eine Vereinbarung über die geothermische Erkundung der Warmwasservorkommen im Raum Vík i Mýrdal unterzeichnet, wie RARIK mitteilt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die Grundlage für ein mögliches Fernwärmenetz zu schaffen, das langfristig den Wärmebedarf des Stadtgebiets decken könnte.
Warum Vík ein Fernwärmenetz braucht
Aktuell werden alle Häuser in Vík elektrisch beheizt, die Stromversorgung der Region ist begrenzt. Ein geothermisches Fernwärmesystem würde den Strombedarf erheblich reduzieren, die Versorgungssicherheit erhöhen und sowohl Haushalten als auch Unternehmen niedrigere Energiekosten ermöglichen. Gleichzeitig würde es Vík als Wohn- und Wirtschaftsstandort stärken.
Erkundung unter Hrafnatindur beginnt 2026
Im ersten Schritt wird oberhalb des Stadtgebiets, insbesondere im Bereich unterhalb des Hrafnatindur, nach nutzbarem Heißwasser gesucht. Die geologischen Untersuchungen und Probebohrungen sollen im Sommer 2026 starten. Sollte die Exploration erfolgreich sein, könnte in den darauffolgenden Jahren ein vollwertiges Fernwärmesystem für Vík und Umgebung realisiert werden.
Hoffnung auf langfristige Versorgungssicherheit
Ein geothermisches Fernwärmenetz würde die Energieversorgungssicherheit in Mýrdalshreppur deutlich stärken und einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Es könnte die Lebensqualität der Bewohner verbessern und die wirtschaftliche Entwicklung der Region unterstützen.
„Mit dieser Zusammenarbeit gehen wir einen wichtigen Schritt hin zu einer sichereren, umweltfreundlicheren und sparsameren Energieversorgung für die Einwohner und Unternehmen in Vík“, sagt Einar Freyr Elínarson von Mýrdalshreppur.
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„Die geothermische Exploration in Vík passt gut zu unserer Strategie der Energiesicherheit, da sie erneuerbare Energien stärkt und ländliche Gemeinden unterstützt“, erklärt Óli Þór Jónsson von Rarik.
Millionenförderung für die Energiewende im Süden
Für das Projekt haben Mýrdalshreppur und Rarik 176 Millionen ISK aus dem Klima- und Energiefonds erhalten. Die Mittel fließen in Grundlagenforschung, geophysikalische Messungen und Probebohrungen. Der Fonds unterstützt Projekte, die den Einsatz erneuerbarer Energien ausweiten und fossile Brennstoffe ersetzen.
Das Warmwasserprojekt in Vík leistet einen direkten Beitrag zu diesen Zielen: Es stärkt die Energieversorgung, unterstützt die Energiewende im ländlichen Raum und trägt zur nachhaltigen Entwicklung Südislands bei.
Titelfoto: Vík i Mýrdal / Mirjam Lassak
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