Áslaug Arna Sigurbjörnsdóttir, Ministerin für Universitäten, Industrie und Innovation, sagt, die Ergebnisse der PISA-Umfrage zeigen, dass im Land ein gewisser Bildungsnotstand herrscht.
Sie habe immer wieder ihre Besorgnis darüber geäußert, dass das Bildungssystem in seiner jetzigen Form vor allem Jungen im Stich lasse.
Bildung steigert die Lebensqualität
„Ich würde sagen, es ist ein gewisser Ausnahmezustand“, sagt Áslaug Arna. „Bildung ist natürlich ein Instrument, um den Status von Kindern anzugleichen und die Chancen der Kinder in diesem Land zu erhöhen, um ihre Lebensqualität zu erhöhen.“ Es ist offensichtlich, dass wir es besser machen müssen und sehr vielfältige Maßnahmen ergreifen müssen.“
Áslaug sagt, er sei besonders besorgt über die Stellung der Jungen im isländischen Bildungssystem. Sie sagt, die Wurzeln des Problems lägen nicht bei den Jungen selbst, sondern bei der Reaktion des Bildungssystems und der Gesellschaft.
„Ich möchte nicht darüber diskutieren, dass die Jungen das Problem sind, wie es oft der Fall ist, aber wir müssen verstehen, ob das System auf die Veränderungen reagiert, die in unserer Gesellschaft stattfinden“, sagt Áslaug.
„Wir sehen, dass es einen erheblichen Mangel gibt, sowohl wenn wir uns ansehen, wie wenige Jungen wir an Universitäten ausbilden, als auch, dass die Wurzel davon natürlich bis zum Grundschulsystem reicht, wo wir Jahr für Jahr ebenfalls zugenommen haben.“ die Zahl der Jungen, die in Island nur einen Grundschulabschluss haben.“
„Wir müssen das Rad nicht immer neu erfinden“
Laut Áslaugar besteht dringender Bedarf an einer Diskussion darüber, wie man Schüler zu besseren Leistungen im Schulsystem fördern kann. Wichtig ist auch, dass Bildungsthemen in den Vordergrund gerückt werden, damit gemeinsam an Veränderungen und Verbesserungen im Bildungssystem gearbeitet werden kann.
„Natürlich muss es eine ordentliche Diskussion darüber geben, wie wir die Schüler vorbereiten und wie wir die Schüler aus unserem Schulsystem herausholen wollen.“ Ich halte es für äußerst wichtig, dass wir einen Maßstab haben, den wir uns ansehen können, und jetzt ist PISA der Maßstab, den wir für den Erfolg unseres Schulsystems haben.
Wir müssen Veränderungen in unserem Bildungssystem wagen, deren Erfolg messen und nicht zuletzt auf andere Länder schauen, denen es gut geht. Wir müssen das Rad nicht immer neu erfinden.“
