Þorgils Þorgilsson, der Verteidiger eines der Männer, bestätigt in einem Interview mit Vísi, dass gegen den Fall Berufung beim Nationalgericht eingelegt wurde. RÚV zuerst die Berufung gemeldet.
Ein neunzehnjähriger Mann wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Zwei seiner etwa achtzehnjährigen Begleiter wurden wegen schwerer Körperverletzung zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Ein siebzehnjähriges Mädchen wurde zu einer zwölfmonatigen Bewährungsstrafe bis zu fünf Jahren Haft verurteilt, doch Quellen der Nachrichtenagentur zufolge wurde gegen ihren Fall derzeit keine Berufung eingelegt. Sie zeichnete den Angriff auf einem Video auf, das in den sozialen Medien viral ging.
Der Grund für fünftausend ISK
Im Urteil des Landgerichts hieß es, die Jungen hätten in der Mordnacht mit dem Verstorbenen in der isländischen Rockbar gesessen. Dort konsumierten sie eine Zeit lang Kokain, das sich offenbar die Angeklagten beschafft hatten.
In der Aussage eines der Angeklagten wurde vereinbart, dass der Mann fünfzehntausend bis zwanzigtausend ISK für die Materialien zahlen würde. Er nahm vier Zeilen des Materials an der Anwaltskammer entgegen und verlangte vom Angeklagten für jede davon fünftausend Kronen. Später einigte man sich darauf, dass fünftausend ISK für das Kokain ausreichen würden.
Die Angeklagten verließen zusammen mit dem Mann die isländische Rockbar, und der Richter sagt, es gebe keine Hinweise darauf, dass sie dort hinausgegangen seien. Trotzdem griffen die Jungen den Mann auf einem Parkplatz außerhalb des Ortes an und das Mädchen zeichnete es auf.
Das Landgericht kam zu dem Schluss, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass es zwischen den Angeklagten und dem Mann zu einer ernsthaften Meinungsverschiedenheit gekommen sei. Darüber hinaus gibt es keine Hinweise darauf, dass der Verstorbene gegenüber einem von ihnen „aggressiv“ oder aggressiv war. Es scheint nicht, dass er den Konflikt begonnen hat oder dass die Angeklagten von ihm bedroht wurden, wie sie vor Gericht behaupteten.
Der Bezirksrichter zeigte sich unbeeindruckt und beschrieb den Angriff als „ein Katz-und-Maus-Spiel“.
