Messungen des isländischen Meteorologischen Amtes zeigen, dass es im Svartsengis-Gebiet und rund um den Magmatunnel keine Landris gibt. Von einem Stillstand von Landris kann jedoch erst dann gesprochen werden, wenn Messungen über einen längeren Zeitraum durchgeführt wurden.
„Die Bewegungen sind so gering, dass zwischen den Tagen keine signifikanten Veränderungen erkennbar sind. Es dauert daher einige Tage bis eine Woche, um festzustellen, ob Landris in Svartsengi noch aktiv ist. Es ist jedoch sofort klar, dass Magma, das sich zuvor unter Svartsengi angesammelt und einen Landriesen verursacht hat, jetzt größtenteils direkt an die Oberfläche fließt und den Ausbruch nährt“, heißt es auf der Website des Met Office.
Salóme Jórunn Bernhardðsdóttir ist Naturgefahrenexpertin beim isländischen Wetteramt.
mbl.is/Sigurður Bogi
Positiv, Weitsicht zu haben
Laut Salóme Jórunnar Bernhardsdóttur, Expertin für Naturtourismus beim isländischen Wetteramt, verläuft der Lavastrom südöstlich in Richtung Suðurstrandarveði, aber auch westlich in Richtung der Verteidigungsanlagen nördlich von Grindavík.
„Die Tatsache, dass Landris nicht gemessen wird, deutet darauf hin, dass das Material, das aufsteigt und sich in Svartsengi angesammelt hat, die Eruption speist und sich unter Svartsengi kein weiteres Material ansammelt.“ Das ist vielleicht insofern positiv, als wir in der Zwischenzeit nicht mit einem weiteren Magma-Anstieg rechnen können. Die Lava sammelt sich rund um die Krater und die Lavahaufen beginnen sich in Richtung der Stadtmauern zu bewegen. Es könnte passieren, dass die Lava über sie hinwegfließt und in Richtung Grindavíkurveg auf der Südseite von Þorbjörn oder Suðurstrandarveg fließt. Aber während des Ausbruchs ist die Vorhersagbarkeit größer“, sagt Salóme.
Der Lavastrom verläuft nach Südosten in Richtung der Südküstenstraße, aber auch nach Westen in Richtung der Verteidigungsanlagen nördlich von Grindavík.
Map/mbl.is


