Nächste Woche findet im Grand Hotel in Reykjavík das 31. Treffen des North Atlantic Marine Mammal Council (NAMMCO) statt. „Auf dem Treffen werden die Herausforderungen und Chancen erörtert, denen sich die Erhaltung und Bewirtschaftung von Meeressäugetieren in der Nordatlantikregion heute und in Zukunft gegenübersieht“, heißt es in einer Pressemitteilung des Rates.
Zu Beginn des Treffens findet ein Sonderseminar statt, in dem Tierschutzaspekte im Zusammenhang mit der Jagd auf Meeressäugetiere sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Jagd erörtert werden.
NAMMCO ist eine internationale Organisation, die 1992 von Island, Norwegen, den Färöer-Inseln und Grönland gegründet wurde, weil sie mit dem Ansatz der Internationalen Walfangkommission (IWC) zur Bewältigung der Ausbeutung von Meeressäugetieren unzufrieden waren. NAMMCO ist davon überzeugt, dass Entscheidungen in Bezug auf den Walfang auf einem wissenschaftlichen Ansatz basieren sollten, der sowohl die Komplexität und Verletzlichkeit des Meeresökosystems als auch die Rechte und Bedürfnisse der Küstengemeinden berücksichtigt, nachhaltig von dem zu leben, was der Ozean bietet.
Kristján Loftsson (links) und Jóhann Guðmundsson bei einem Treffen des Internationalen Walfangrats (IWC) in Slowenien im Jahr 2016. Isländer und andere Nationen haben die Methoden des IWC kritisiert.
AFP
Nutzung der Datenvoraussetzungen
Das Treffen wird auch Diskussionen über die Projekte MINTAG und NASS-2024 beinhalten. Das 2023 gestartete MINTAG-Projekt zielt darauf ab, langfristige Satelliten-Tags zu entwickeln und einzusetzen, die auf bestimmte Walarten (z. B. Zwergwale, Zwergwale und Grindwale) abzielen, um wichtige Informationen über ihre Bewegungen und Populationsstruktur zu sammeln.
NASS-2024 ist eine Messung und Fortsetzung einer 30-jährigen Messreihe von Nordatlantikwalen mit dem Ziel, umfassende Daten über die Anzahl und Entwicklung der Wale im Nordatlantikraum zu sammeln. Solche Informationen seien eine Voraussetzung für die nachhaltige Ausbeutung der Walpopulationen und die Pressemitteilung weist ausdrücklich auf deren Bedeutung angesichts der raschen Umweltveränderungen hin.
An dem Treffen nehmen Vertreter der Mitgliedsstaaten Färöer, Grönland, Island und Norwegen sowie Beobachter aus Kanada, Dänemark, Japan und den Vereinigten Staaten teil. Darüber hinaus Vertreter der Makivvik Corporation of Québec und mehrerer internationaler Organisationen, darunter die IWC, der Northeast Atlantic Fisheries Council (NEAFC) und die Naturschutzorganisation IWMC.

