Ein Polizist der Polizei in der Hauptstadtregion wurde wegen Körperverletzung und Verletzung öffentlicher Pflichten aufgrund einer Festnahme in Austurstræti im vergangenen Jahr zu 30 Tagen Bewährung verurteilt.
Das Urteil wurde gestern vom Bezirksgericht Reykjavík gefällt. laut RÚVaber das Urteil wurde nicht veröffentlicht.
Benutzte eine Spritzpistole und schlug mit einem Knüppel zu
Der Polizist intervenierte im Mai letzten Jahres mit einem Ausländer in der Innenstadt vor dem Lux-Nachtclub.
In der Anklage heißt es, dass der Polizist wiederholt eine Spritzpistole gegen den Mann eingesetzt habe, obwohl dieser sich der Festnahme nicht widersetzt habe, so das Gericht.
Der Polizist trat den Mann außerdem und schlug ihn viermal mit einem Schläger, als er am Boden lag. Der Polizist beschimpfte den Mann außerdem.
Der Polizist bekannte sich nicht schuldig, die Untersuchung des Falles stützte sich jedoch auf Aufnahmen von Körperkameras und Sicherheitskameras der Polizei.
Daraus geht hervor, dass der Mann immer wieder um Nachsicht flehte, während der Polizist ihm immer wieder Pfefferspray ins Gesicht sprühte und auf ihm herumlief.
Ist über Bord gegangen
In der Gerichtsentscheidung heißt es, dass der Polizeibeamte seinen offiziellen Pflichten weit mehr nachgekommen sei. Sein Verhalten sollte nicht als Körperverletzung eingestuft werden.
Allerdings berücksichtigte das Bezirksgericht die Tatsache, dass der Polizist jung und unerfahren war und in einer herausfordernden Situation die Kontrolle verlor. Der Polizist wurde verurteilt, mehr als zwei Millionen ISK an Gerichtskosten zu zahlen und dem Mann, den er angegriffen hatte, 400.000 ISK Schadenersatz zu zahlen.

