Laut einem Naturkatastrophenexperten des isländischen Wetteramtes hat sich der Kraterrand von Litli-Hrútur in der Nacht aufgebaut und der Krater ist voll geworden.
Alexander Kristjánsson , Sigríður Hagalín Björnsdóttir und Arnhildur Hálfdánardóttir /RUV schreiben

Die Schwefelverschmutzung durch den Vulkanausbruch bei Litli-Hrútur gilt als gesundheitsschädlich für die schutzbedürftigen Menschen auf Ísafjörður. Der Experte der Umweltbehörde sagt, dass die Messung wahrscheinlich für ein viel größeres Gebiet im Westen, in den Westfjorden und im Nordwesten gelten wird, die einzige Messung jedoch auf Ísafjörður erfolgt. Den Menschen wird empfohlen, Aktivitäten im Freien zu vermeiden, und Kinder sollten sich nicht draußen aufhalten, außer um von Ort zu Ort zu gelangen.
Gosmóða wurde den ganzen Weg nördlich bis Sauðanesvita gesichtet und wird voraussichtlich nicht vor Mittwoch verschwinden. In Ísafjörður können empfindliche Menschen die Symptome der Luftverschmutzung spüren, auch in Reykholt wird eine gewisse Verschmutzung gemessen.
Im Hauptstadtgebiet ist die Umweltverschmutzung zurückgegangen, aber es herrscht immer noch etwas Dunst und neblige Luft. In Hveragerði wird eine gewisse Luftverschmutzung gemessen, die laut einem Meteorologen aber nicht auf den Ausbruch, sondern auf die Geothermiekraftwerke zurückzuführen ist. Anderswo ist die Luftqualität gut.
Der Krater baut sich auf und ist mittlerweile gut gefüllt
Der Ausbruch am Litli-Hrútur brodelt weiter, in der Nacht gab es kaum seismische Aktivität und es kam zu einer kleinen Eruptionsstörung. Þorvaldur Þórðarson, ein Vulkanologe, sagte gestern, es sei wahrscheinlich, dass der Kraterrand nachgeben werde, er habe sich in der Nacht schnell aufgebaut und sei gleichzeitig darin gewachsen.
Die Wege zum Ausbruchgebiet wurden heute Morgen geöffnet, die Entscheidung wurde bei einem Treffen der Notfallhelfer getroffen. Sie werden heute Abend um sechs geschlossen.
Ein Rettungshelfer verletzte sich an der Hand und am Rücken, als er gestern Abend ein Vierradfahrzeug an den Vulkanen umwarf. Laut Gunnar Schram, Polizeichef von Keflavík, gingen am Wochenende rund 6.500 Menschen zu den Brunnen und es lief im Großen und Ganzen gut.
