Sigurður Hannesson, der Direktor des Industrieverbandes, sagt, er sei äußerst überrascht, dass es möglich sei, Arbeiter unter dem Vorwand, Experten zu sein, in Restaurants zu importieren.
Das sagt er zu den Nachrichten über Quang Léder, der derzeit wegen des Verdachts auf Menschenhandel und Geldwäsche in Untersuchungshaft sitzt.
Für Island werden Experten benötigt
Branchenverbände haben lange Zeit sich für diese Facharztlizenzen eingesetzt.
„In den letzten Jahren haben wir uns beim Industrieverband stark für die Branche des geistigen Eigentums und ihr Wachstum eingesetzt. Darüber hinaus haben wir Analysen veröffentlicht, die zeigen, dass für die Arbeit in der Branche Tausende von Fachkräften benötigt werden die nächsten Jahre.“
Sigurður sagt, dass das Bildungssystem diesen Bedarf nicht decken wird, es sich aber oft um hochspezialisierte Berufe handelt. Daher ist es notwendig, ausländische Fachkräfte zu importieren, die diese Arbeitsplätze übernehmen können.
Ihm zufolge handelt es sich bei diesen Experten beispielsweise um Programmierer, Biologen und Chemiker. Er sagt, dass die Experten hierzulande in diversen Unternehmen arbeiten.
Voller Grund, das System zu überprüfen
Auf die Frage, ob es notwendig sei, diese Facharztlizenzen weiter einzuschränken, antwortete Sigurður, dass es allen Grund gebe, zu prüfen, ob das System und seine Institutionen dazu missbraucht würden, Menschen ins Land zu holen, die keine Fachärzte seien.
Die Bearbeitung derartiger Anträge liegt in den Händen beider Parteien Einwanderung und Arbeitsamt.
„Ich bin sehr bestürzt, zu hören, dass Restaurants auf dieser Grundlage Menschen anlocken können. Ich hatte einfach keine Ahnung, dass dieses System irgendwie für diesen Zweck verwendet werden würde, und es überrascht mich wirklich.“
Er sagt, er kenne viele isländische Unternehmen, die diese Speziallizenzen aus den richtigen Gründen nutzen, und seiner Meinung nach hat das System so funktioniert, wie es sollte.
