Die Stadt Reykjavík müsste die Mieter von Félagsbústaður in irgendeiner Weise schützen, wenn die Mietpreise dort steigen würden, wie diskutiert wurde. Für die Stadt wäre dies mit einem hohen Aufwand verbunden.
Das sagt Heiða Björg Hilmisdóttir, Vorsitzende des Sozialrats der Stadt Reykjavík, auf Nachfrage.
Darauf machte der Soziale Wohnungsbau aufmerksam Finanzberichte bis 2023, dass ihr Ziel der finanziellen Nachhaltigkeit nicht erreicht wurde. Am Jahresende waren knapp 400 Mio. ISK nötig, damit das Betriebskapital aus dem operativen Geschäft für langfristige Kreditraten ausreichte.
Im Jahresabschluss heißt es, dass der Vorstand des Unternehmens eine Erhöhung des Mietpreises um 1,1 % vorgeschlagen habe, der Vorschlag jedoch vom Wohlfahrtsrat nicht genehmigt worden sei. In dem Facebook-Post des Wohlfahrtsamts der Stadt Reykjavík heißt es hingegen, dass dieser Vorschlag nicht dem Wohlfahrtsrat zur Prüfung vorgelegt wurde und dass ein entsprechender Vorschlag an den Sozialwohnungsbau geschickt wurde.
Eine Arbeitsgruppe analysiert die Situation
Der Bürgermeister hat im August eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema eingesetzt. Seine Aufgabe bestand darin, die Situation zu analysieren und eine Reaktion vorzuschlagen. Die Gruppe wird noch in diesem Monat Ergebnisse vorlegen, wie im Jahresabschluss angegeben, während Félagsbústaðir hf. sind eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Besitz der Stadt Reykjavík.
Heiða Björg sagt, es sei klar, dass die Einkommensbasis des Sozialwohnungsbaus besser gesichert werden müsse und dass die Stadt nach Möglichkeiten gesucht habe, dies zu tun.
„Wir im Wohlfahrtsrat sind dafür verantwortlich, den Wohnbedarf verschiedener Gruppen zu ermitteln und diese Gruppen zu schützen, wenn die Miete erhöht werden muss“, berichtet Heiða Björg.
„Wir haben auch darüber nachgedacht, wie wir sie schützen könnten, wenn es dazu käme, damit der Anstieg keine Auswirkungen auf die dort lebende gefährdete Gruppe hätte“, fügt sie hinzu.
„Die Ausgaben würden enorm steigen“
Es sei von der Notwendigkeit einer Erhöhung der Mietpreise um 6,5 bis 10 % gesprochen worden, um einen nachhaltigen Betrieb zu erreichen RÚV gemeldet.
„Wenn das passieren würde, würden die Kosten für uns enorm steigen“, sagt Heiða Björg.



