Island hat Anfang 2026 insgesamt 394.324 Einwohner. Das geht aus einer Pressemitteilung des Statistischen Amtes Islands, der Hagstofa, hervor. Gegenüber dem 1. Januar 2025 ist die Bevölkerung damit um 4.880 Menschen beziehungsweise 1,3 Prozent gewachsen.
Zu Jahresbeginn lebten 202.181 Männer, 191.927 Frauen und 216 Personen mit anderer Geschlechtsidentität in Island. Die Zahl der Männer stieg im Jahresvergleich um 1,3 Prozent, die der Frauen um 1,2 Prozent. Besonders stark wuchs die Gruppe der Personen mit anderer Geschlechtsidentität mit einem Plus von 8,5 Prozent.
Bevölkerung Island 2026: Altersstruktur verändert sich
Auch die Altersstruktur der Bevölkerung in Island verändert sich weiter. Der Anteil älterer Menschen ist so hoch wie noch nie zuvor.
Während der Anteil der 0- bis 19-Jährigen im Verhältnis zur Erwerbsbevölkerung (20–64 Jahre) in den vergangenen zehn Jahren von 45,9 auf 40,3 Prozent gesunken ist, stieg der Anteil der über 65-Jährigen von 23,9 auf 27,0 Prozent. Damit erreicht die Gruppe der Senioren einen neuen Höchststand.
Bevölkerung wächst in Südisland und den Westfjorden besonders stark
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede beim Bevölkerungswachstum in Island. Das stärkste relative Wachstum verzeichnete Südisland mit einem Plus von 3,7 Prozent innerhalb eines Jahres.
Auch die Westfjorde liegen über dem Landesdurchschnitt: Dort wuchs die Bevölkerung um 2,3 Prozent. In Westisland betrug der Zuwachs 1,3 Prozent.
Das Hauptstadtgebiet rund um Reykjavík gewann insgesamt 2.858 Einwohner hinzu, was einem Wachstum von 1,1 Prozent entspricht.
In mehreren Regionen lag das Wachstum dagegen unter dem nationalen Durchschnitt. In Nordisland Ost betrug der Zuwachs 0,8 Prozent, auf der Halbinsel Suðurnes lediglich 0,2 Prozent. In Nordisland West stagnierte die Bevölkerungszahl, während sie in Ostisland leicht um sechs Personen beziehungsweise 0,1 Prozent zurückging.
In 9 Gemeinden ging die Einwohnerzahl zurück
Am 1. Januar 2026 gab es in Island weiterhin 62 Gemeinden, unverändert zum Vorjahr. Reykjavík bleibt mit 139.804 Einwohnern die bevölkerungsreichste Gemeinde des Landes, während Tjörneshreppur mit nur 54 Einwohnern die kleinste Gemeinde ist.
Insgesamt 26 Gemeinden haben weniger als 1.000 Einwohner, drei davon sogar weniger als 100. Elf Gemeinden zählen dagegen 5.000 Einwohner oder mehr.
In neun Gemeinden ging die Einwohnerzahl im vergangenen Jahr zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete Grindavík mit 427 Einwohnern weniger, was einem Minus von 34,3 Prozent entspricht. Weitere Gemeinden mit deutlicher Abwanderung waren Norðurþing und Dalvíkurbyggð.
Gemeinden in Island: Reykjavík bleibt mit Abstand größte Stadt
Unter den elf größten Gemeinden Islands wuchs Árborg mit 5,0 Prozent am stärksten, gefolgt von Garðabær mit 3,0 Prozent. Reykjavík lag mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent unter dem nationalen Durchschnitt. Ein Bevölkerungsrückgang wurde in dieser Gruppe lediglich in Fjarðabyggð registriert.
Die Bevölkerung Islands wächst weiterhin moderat, doch regionale Unterschiede werden deutlicher. Während einige Regionen – etwa Südisland und die Westfjorde – Einwohner hinzugewinnen, stagnieren andere Landesteile oder verlieren leicht an Bevölkerung.
Titelbild: Hauptstadtgebiet aus dem Hubschrauber / Mirjam Lassak
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