Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Makrelen in diesem Sommer wie im Jahr 2014 im ganzen Land zu sehen sind. Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass sie auf Íslandsmiður in großer Zahl auffallen werden.
Dies sagte Anna Heiða Ólafsdóttir, Fischereiwissenschaftlerin am Norwegischen Meeresforschungsinstitut, bei einem Seminar, das heute im Institutsgebäude stattfand. Sie verwies unter anderem auf den Rückgang der Bevölkerungszahl.
Allerdings erklärte sie, dass es nach derzeitigem Kenntnisstand unmöglich sei, mit Sicherheit vorherzusagen, ob die Makrele diesen Sommer in Íslandsmiður gesichtet werde.
In ihrem Vortrag ging Anna Heiða auf die Ergebnisse verschiedener Studien zur Makrele ein und zeigte auf, dass viele verschiedene Variablen die Wanderung der Makrele beeinflussen können. Die Wanderungen der Makrelen sind seit einiger Zeit ungeklärt, aber es scheint klar, dass allein Temperatur und Nahrungsverfügbarkeit nicht ausreichen, um zu erklären, wo die Fische suchen.
Laut Anna Heiða hält sich die Makrele am liebsten in Meeren mit einer Temperatur zwischen acht und dreizehn Grad auf, und es ist bekannt, dass größere Fische die Fähigkeit haben, weiter zu gehen und kältere Meere zu tolerieren. Die Populationsgröße kann sich daher auf die Verbreitung der Art auswirken, da das Meer um Island oft kurz davor steht, für die Makrele zu kalt zu sein.
Der Makrelenbestand ist den Ergebnissen von Wissenschaftlern zufolge deutlich zurückgegangen, doch aufgrund fehlender Vereinbarungen zwischen den Küstenstaaten liegt die Fischerei jedes Jahr zwischen 9 und 86 % über den Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES). seit 2010.
Geänderter Laichbereich
Untersuchungen deuten auch darauf hin, dass sich das Laichgebiet der Makrelen vor allem aufgrund der steigenden Temperaturen im Norwegischen Meer nach Norden ausgeweitet hat.
Anna Heiða sagte, dass es dazu führen kann, dass die Population nach dem Laichen lieber mit den Meeresströmungen oberhalb Norwegens auf einer Nahrungsroute sucht, anstatt nach Westen zu schauen, da es auf diesem Weg kürzer ist, an Nahrung zu kommen.
Die Populationsgröße sowie Veränderungen im Laichgebiet der Makrele könnten daher die Wahrscheinlichkeit verringern, dass sie nach Westen in die isländische Gerichtsbarkeit gelangt.