Das Finanzministerium hat kürzlich eine geschlechtsspezifische Anleihe ausgegeben, und Island ist das erste Land, das eine Anleihe dieser Art begibt. Der Finanzminister hält es für wahrscheinlich, dass weitere Länder dem Beispiel Islands folgen werden.
Aber viele kratzen sich zweifellos am Kopf und fragen sich: Was macht diese Bindung so geschlechtsspezifisch? Ist es ein Mädchen, ein Junge oder ein Junge?
Nicht direkt. Zu einer Geschlechterpartei werde es aufgrund des Schreibens jedenfalls nicht kommen.
Eigentlich wie grüne Anleihen
Der Erlös aus der Geschlechterbindung wird für Projekte im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter verwendetB. grüne Anleihen, werden zur Finanzierung von Projekten im Zusammenhang mit Umwelt- und Klimathemen eingesetzt.
„Die Person, die diese Anleihe kauft, betont, dass die dort erwirtschafteten Mittel für Gleichstellungsfragen und soziale Gleichheit verwendet werden“, erklärt Sigurður Ingi Jóhannsson, Minister für Finanzen und Wirtschaft, im Interview mit mbl.is.
Die Anleihe fällt unter die nachhaltige Finanzierung der Staatskasse, die Geschlechtsanleihe ist jedoch mit einem festen Zinssatz von 3,4 % ausgestattet. Der Brief wurde drei Jahre lang in privater Form an Franklin Templeton, eine der größten Fondsverwaltungsgesellschaften der Welt, ausgegeben. Die Veröffentlichung wurde von BNP Paribas verwaltet.
Partnerschaft mit UN Women
Der Erlös der Emission, rund 7,5 Milliarden ISK, wird daher zur Deckung der Kosten der Staatskasse für Gleichstellungsprojekte verwendet.
„Wir haben uns mit UN Women zusammengetan und Ratschläge von ihnen erhalten“, sagt Sigurður Ingi weiter. Die Rechteorganisation hat auch dabei geholfen, die Bedingungen auszuarbeiten, denen die Anleihe unterliegt.
Im Internet des Finanzministeriums erklärt, dass das Geld in erster Linie einem Projekt zugute kommen soll, das „Frauen und Menschen in prekären Situationen soziale Dienste und akzeptable Lebensbedingungen garantieren“ und „die Belastung von Frauen durch unbezahlte Haus- und Pflegearbeit verringern“ soll.
Nationen zuerst
„Natürlich hat das im Ausland enorme Aufmerksamkeit erregt, da wir die erste Nation der Welt sind [sem gefur út kynjað skuldabréf]„, sagt Sigurður Ingi.
Er stellt außerdem fest, dass weniger als 1 % der weltweiten Mittel mit den fünf globalen Zielen der Vereinten Nationen für die Gleichstellung der Geschlechter verknüpft sind, die fast ausschließlich „durch solche Dinge“ finanziert werden.
„Da zeigen wir Initiative und andere Nationen werden sicherlich nachziehen.“
