Diljá Mist Einarsdóttir, Abgeordnete der Unabhängigkeitspartei und Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten von Alþingi, hält die Situation, die im Zusammenhang mit kriminellen Aktivitäten in Island entstanden ist, für inakzeptabel.
In einem Artikel im heutigen Morgunblaðin weist Diljá darauf hin, dass sie wiederholt auf die stark gestiegene Bedrohung durch die organisierte Kriminalität und die zunehmende Aktivität ausländischer krimineller Gruppen hingewiesen habe.
Diljá verweist in diesem Zusammenhang auf die wiederholten Nachrichten über schwere Gewaltverbrechen und Übergriffe in Schweden, wo die Verbrechen auf Bandenkonflikte zurückgeführt werden.
Es ist wichtig, dass die Polizeibehörden über Instrumente verfügen
„Zuletzt führte die Polizei im Hauptstadtgebiet aufgrund eines begründeten Verdachts auf organisierte Kriminalität umfangreiche Einsätze durch. Die Polizeibehörden haben bestätigt, dass Polizisten einer erhöhten Bedrohung durch Kriminelle ausgesetzt sind, die mit solchen Aktivitäten in Verbindung stehen, und das Auto eines Polizisten wurde ebenfalls in Brand gesteckt. „Wir können diese Situation in unserem friedlichen Land nicht tolerieren“, heißt es in dem Artikel.
Diljá ist nun seiner Frage an den Justizminister Guðrún Hafsteinsdóttir nachgegangen, ob der Minister beabsichtigt, besondere Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass Kinder und Jugendliche sich organisierten kriminellen Gruppen anschließen und den illegalen Einsatz von Waffen verfolgen. Der Schwerpunkt liegt auch auf höheren und/oder härteren Strafen im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität.
In dem Artikel sagt Justizminister Diljá unter anderem, dass er betont habe, wie wichtig es sei, dass die Polizeibehörden über Instrumente verfügten, um im Kampf gegen die organisierte Kriminalität einzugreifen.
Lernen wir aus den Erfahrungen befreundeter Nationen
„Die Botschaft der Justizministerin an das Parlament ist, dass sie sich ernsthafte Sorgen über die Aktivitäten der organisierten Kriminalität macht und die diesbezüglichen Entwicklungen in unseren Nachbarländern genau beobachtet.“ Isländer sind bekannt für ihre Fähigkeiten im „Krisenmanagement“. „Vorsorge ist eine andere Sache“, schreibt Diljá.
„Lasst uns auf jeden Fall aus den Erfahrungen unserer befreundeten Nationen und der ernsten Lage dort lernen und sofort alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um den Aktivitäten krimineller Gruppen in Island entgegenzuwirken.“
