Bogi Nils Bogason, CEO von Icelandair, sagt, dass die Regierung vorsichtig sein muss, wenn sie den Tourismusunternehmen im Land neue Steuern auferlegt. Der Tourismus ist für die Volkswirtschaft und die Branche von großer Bedeutung, und die Branche sollte nicht als Wasserhahn betrachtet werden, der endlos geschlossen werden kann.
Bogi sprach mit mbl.is, nachdem heute ein Bericht über die Tourismus-Steueroase vorgelegt wurde.
Der Bericht besagt, dass der gesamte steuerliche Fußabdruck der Tourismusbranche in Island fast 145 Milliarden ISK beträgt, der steuerliche Fußabdruck von Icelandair beträgt jedoch etwa 25,5 Milliarden ISK und wiegt das schwerste aller Tourismusunternehmen.
„In den ersten neun Monaten des Jahres machte der Tourismus 35 % der isländischen Exporteinnahmen aus, die Bedeutung des Tourismus ist also klar erkennbar.“ Die Berechnung des steuerlichen Fußabdrucks im Jahr 2022 für den gesamten Tourismus ist sehr wichtig. „Es ist gut, diese Daten zu haben und darauf basierend Entscheidungen zu treffen“, sagt Bogi Nils zu mbl.is.
Fördern Sie die Branche, anstatt neue Steuern zu erfinden
Er hofft, dass sich die Politik um die Branche und ihre Einnahmequelle kümmert, anstatt neue Steuern oder Gebühren zu erfinden.
Zum Jahresende wird die Beherbergungssteuer erneut eingeführt und beträgt 300 ISK pro verkaufter Wohneinheit, und am 1. November letzten Jahres wurde eine alternative Flughafensteuer eingeführt. Dies bedeutet, dass allen Passagieren eine Gebühr von 200 ISK berechnet wird. Umsteigepassagiere zahlen allerdings nur für den zweiten Flugabschnitt, wenn sie einen Zwischenstopp einlegen.
„Wir in der Tourismusbranche haben die Regierung ermutigt, den Gesamtkontext der Dinge zu betrachten. Die Einnahmen aus dem Tourismus sind heute enorm, und wenn wir ein paar neue Steuern einführen oder die Steuern proportional erhöhen, könnten wir uns selbst in die Hose machen. Die Steuereinnahmen sinken insgesamt. „Das ist kein Wasserhahn, den man endlos aufdrehen kann“, sagt Bogi.
Er sagt, dass der Tourismus eine arbeitsintensive Dienstleistungsbranche sei und die Löhne in diesem Land stärker gestiegen seien als in den Ländern, mit denen Island konkurriert.
„Die Einnahmen zahlen sich bereits aus, und es ist wichtig, diese Situation zu fördern, anstatt allein etwas Neues zu erfinden, was erhebliche negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit haben kann“, sagt Bogi weiter.
