Árni Sæberg / VISIR schreibt , Foto: Vilhelm
Bei der isländischen Naturkatastrophenversicherung sind seit Beginn der Ereignisse dort am 10. November etwa fünfhundert Schadensmeldungen in Grindavík eingegangen. Bei der Prüfung der eingereichten Meldungen hat sich herausgestellt, dass für mehrere Fälle mehr als eine Meldung verschickt wurde und es daher etwas weniger Fälle gibt, die eine Bearbeitung durch NTÍ erfordern als die eingereichten Meldungen, nämlich 474.
In einer Ankündigung auf der Website der Naturkatastrophenversicherung heißt es, dass die Schadensbewertung in 196 Fällen abgeschlossen sei, die Bewertungsarbeiten in 217 Fällen begonnen hätten und 61 Fälle noch auf die Schadensbesichtigung warten. Von diesen 474 Fällen beziehen sich 414 auf Immobilien, 54 auf persönliches Eigentum und Hausrat und sechs auf Versorgungssysteme.
Altjón hat bis zu 75 Häuser
Die Meldungen zu Wohnimmobilien werden aufgeteilt, so dass 335 Wohnimmobilien und 79 Gewerbeimmobilien betroffen sind. Die endgültige Zahl der Altjon-Häuser liegt noch nicht vor, nach derzeitigem Stand ist aber davon auszugehen, dass es sich um 70 bis 75 handelt.
In 62 Fällen wurden Vergleiche für Gesamtschäden an Hauseigentum eingeleitet, davon 34 für Wohngebäude mit einem Gesamtentschädigungsbetrag von rund 2,4 Milliarden ISK und 28 für Gewerbegebäude mit einem Gesamtentschädigungsbetrag von rund 3,4 Milliarden ISK.
Schäden auf eigenes Risiko in 82 Fällen
Entschädigungsbeträge für Teilschäden liegen derzeit in 112 Fällen vor, und es wird daran gearbeitet, diese Fälle den Eigentümern vorzulegen. Davon entfallen 102 Teilschadensfälle auf Wohneigentum, bei denen die Gesamtentschädigungssumme rund 180 Mio. ISK beträgt, also durchschnittlich jeweils rund 1,8 Mio. ISK. Bewertet wurden zehn Teilschadensfälle aufgrund von Gewerbebauten, deren Gesamtentschädigung insgesamt 46 Mio. ISK beträgt, also jeweils durchschnittlich rund 4,6 Mio.
In 82 Fällen ist die Einschätzung der Gutachter, dass der Schaden geringer ist als das eigene Risiko bzw. dass das Ereignis nicht ursächlich für den Sachschaden ist und daher in diesen Fällen nicht zu einer Schadensersatzzahlung führt. Das Eigenrisiko bei jedem Verlust beträgt mindestens 400.000 ISK.
Insgesamt sind 54 Schadensmeldungen an beweglichen Sachen und Hausrat eingegangen und in 37 Fällen wurden Schadensgutachten erstellt. Die geschätzte Höhe der Entschädigung in diesen 37 Fällen beträgt etwa 60 Millionen ISK. Es sind sechs Meldungen wegen Schäden an Versorgungssystemen eingegangen, das Ausmaß dieser Schäden ist jedoch nicht bekannt.
