Um zu reagieren, falls in Grindavík aufgrund der Erdbeben Menschen in Risse oder Löcher fallen sollten, hat die Feuerwehr der Stadt mit dem Abstiegstraining begonnen. Bisher wurden solche Übungen nur vom Rettungsteam Þorbjarna durchgeführt.
„Angesichts der aktuellen Situation in der Stadt besteht ein erhöhtes Risiko, dass Menschen in Ritzen fallen.“ Es entstehen ständig neue Risse und Löcher, daher müssen wir darauf vorbereitet sein, reagieren zu können“, sagt Einar Sveinn Jónsson, Feuerwehrchef in Grindavík, der gestern mit einem Journalisten in der Stadt sprach.
Die Übungen werden in Zusammenarbeit mit dem Rettungsteam durchgeführt, da dort das Wissen zu diesen Themen größer ist. Auch die Feuerwehr hat zusätzliche Ausrüstung mitgebracht, um auf solche Einsätze reagieren zu können.
„Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt für den Fall solcher Unfälle, wir sind also alle darauf vorbereitet“, sagt Einar Sveinn.
Lässt das Herz schneller schlagen
Ísak Þór Ragnarsson, ein Feuerwehrmann, stieg gerade von einer mehrere Meter hohen Mauer in der Stadt herab, als er einen Journalisten und einen Fotografen in einen Garten trug. Alles verlief wie in der Geschichte, nur dass Ísak Þór mitten im Abstieg seinen zweiten Schuh verlor.
„Es hat Spaß gemacht. Das lässt auf jeden Fall das Herz höher schlagen“, sagt Ísak Þór auf die Frage, wie es sich angefühlt habe, die Mauer hinunterzugehen.
„Es ist besser, sich darüber im Klaren zu sein, wenn es sein muss“, fügt er hinzu.


