Dem Beginn der Vorbereitungen für den Bau eines Wohngebäudes auf dem Gelände Grettisgatu 87 steht daher nichts im Wege. Dies geht aus der Stellungnahme des Büros für Verwaltung und Qualität der Umwelt- und Planungsabteilung der Stadt Reykjavík hervor. Auf dem Grundstück befand sich früher die Autowerkstatt Bílruðan, die am 7. März 2016 in Brand geriet. Die Brandruinen stehen dort seit über sieben Jahren und stellen eine echte Belastung für die Umwelt dar.
Die Anwaltskanzlei Landslög wandte sich letzten Monat mit einem Brief im Namen des Eigentümers der Grettisgatu 87, der Firma Melholt ehf, an das Ministerium für Umwelt und Planung. Der Brief zeichnet nach, was in dem Fall seit dem Brand des Hauses passiert ist, und enthält viele interessante Informationen.
Gleich am 30. Mai 2016 trafen sich die Eigentümer mit den Mitarbeitern der Bauinspektion über den Umbau des Gebäudes. Es wurde mitgeteilt, dass das Gebäude in der gleichen Form wieder aufgebaut werden könne und keiner Diskussion mit den Planungsbehörden bedürfe.
mbl.is/Golli
Brief an das verbrannte Haus geschickt
„Beim Bauamt wurde ein Antrag auf Sanierung gestellt. Mit Schreiben vom 7. Juni 2016 wurde mitgeteilt, dass die Einreichung positiv aufgenommen wurde. „Dieser Brief wurde jedoch an das verbrannte Haus geschickt und nicht zugestellt“, heißt es unter anderem in Landslagas Brief.
Der Hauseigentümer trat sein Amt an, nachdem er den Fall im Juli 2016 und erneut im September per E-Mail bearbeitet hatte, aber keine schriftliche Antwort erhalten hatte. In einem Telefonat im Oktober bestätigte ein Mitarbeiter des Bauamtes schließlich die oben genannte Verarbeitung.
Nach Erhalt dieser Informationen erhielt der Hauseigentümer von einem Ingenieurbüro eine Einschätzung des Gebäudezustands. Es wurde festgestellt, dass eine Nutzung des noch stehenden Teils des abgebrannten Gebäudes nicht möglich sei, wohl aber der Keller. Der Stadt wurden Zeichnungen für ein mit Steinwollelementen verkleidetes Stahlrahmenhaus vorgelegt und im September 2018 eine Baugenehmigung beantragt.
Anschließend wurde der Fall an den Stadtbaurat weitergeleitet, der zu einem völlig anderen Ergebnis kam als der Baurat. Nach der aktuellen Regionalplanung wäre es das Ziel, eine dichtere Besiedlung des Gebietes zu erreichen. Das Industriegebäude an der Grettisgatu 87 würde abgerissen und stattdessen ein Wohngebäude in direkter Fortsetzung von Snorrabraut 35 errichtet.
Weitere Informationen finden Sie im Morgunblaðin, das am Mittwoch, 13. Dezember, veröffentlicht wurde.

