Das Ende des Ausbruchs wird sich verkürzen, wenn die Produktivität des Ausbruchs an Litli-Hrútur weiterhin so schnell abnimmt wie in der letzten Woche. Das sagt der Vulkanologe Þorvaldur Þórðarson. Allerdings sind alle derartigen Berechnungen mit Vorsicht zu genießen.
Isaac Gabriel Regal /RUV schreibt
Þorvaldur Þórðarson ist Professor für Vulkanologie. Foto: RÚV
Die Leistung des Ausbruchs an Litli-Hrútur ist in der letzten Woche um 30-50 % zurückgegangen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnten es nur noch ein bis zwei Wochen bis zum Ende des Ausbruchs sein.
Þorvaldur Þórðarson, Professor für Vulkanologie, sagt, dass der Lavastrom normalerweise etwa 3 Kubikmeter pro Sekunde betragen muss, um einen Eruptionskanal offen zu halten, aber der Lavastrom beträgt jetzt etwa 5-6 Kubikmeter pro Sekunde. Bei Unterschreitung stoppt die Eruption.
„Basierend auf der Art und Weise, wie die Veränderungen in der letzten Woche ausgefallen sind, wie ich sage – dreißig bis fünfzig Prozent gesunken, wenn es in diesem Tempo weiter sinkt, was keineswegs sicher ist, würde es noch ein bis zwei Wochen dauern Ende des Ausbruchs, vielleicht zieht sich etwas noch etwas länger hin.
Unerwartete Ereignisse könnten das Szenario ändern
Þorvalður sagt, dass alle Berechnungen mit Vorsicht erfolgen müssen.
„Diese Berechnungen sind immer mit Unsicherheiten behaftet, und so prognostizieren wir, dass wir natürlich nicht wissen, was die Zukunft bringt.“ Es könnte Ereignisse geben, die den Magmafluss wieder verstärken oder den Schlot sogar vollständig schließen könnten, ein großes Erdbeben oder ähnliches. Viele Dinge könnten das Spiel und die Szene verändern.
Der diesjährige Ausbruch begann mit größerer Kraft als der letztjährige Ausbruch, und der Lavastrom betrug zu Beginn etwa 40 Kubikmeter pro Sekunde, aber die Produktion ließ schnell nach.
Am zweiten Tag hatte es 16 Kubikmeter pro Sekunde und am dritten Tag 10 Kubikmeter pro Sekunde erreicht und blieb dort bis letzte Woche.
„Dieser Ausbruch wird vielleicht vier, fünf Wochen dauern, was zwei Wochen länger ist als der Ausbruch im letzten Jahr, aber deutlich kürzer als der Ausbruch im Geldingdal 2021, da dieser Ausbruch insofern ungewöhnlich war, als er offenbar aus dem Reservoir ausgetreten ist, in dem das Wasser gespeichert war, anstatt, dass sich vor einem Ausbruch ein gewisser Überdruck in der Magmakammer aufbaut.“
