Hermann Th. Ólafsson, Geschäftsführer von Stakkavíkur ehf., sagt, es sei die schwierigste Entscheidung, die er jemals getroffen habe, die 47 Mitarbeiter des Unternehmens zu entlassen.
Die Verarbeitungsanlage des Unternehmens in Grindavík wurde bei den Ende Oktober begonnenen Ausgrabungen schwer beschädigt.
Daher sei das Unternehmen zu diesen schwierigen Maßnahmen gezwungen gewesen, sagt Hermann.
„Es war die schwerste Entscheidung meines Lebens“
Hermann sagt, er hoffe, den Betrieb in Grindavík wieder aufnehmen zu können, könne in dieser Situation aber nichts anderes tun, als abzuwarten.
„Die Leute bekommen ihre Kündigungsfrist und Zeit, sich einen anderen Job zu suchen.“ Das sind Mitarbeiter, die es sind viele davon sind schon seit vielen Jahren bei uns. „Das ist keine leichte Entscheidung, aber das Haus ist einfach weg, also gibt es in der Situation nichts anderes“, sagt Hermann.
Der Riss verläuft durch das Haus
„Die Boote existieren noch und sind tragbar, so dass die Arbeit weitergeht“, sagt Hermann, er rechnet aber in Zukunft damit, dass ndie Quote vorantreiben und den Fisch roh verkaufen.
Die Fischverarbeitungsanlage des Unternehmens wurde von den Erdbeben sehr stark getroffen und liegt in einer Felsspalte.
„Der Riss geht durch das Haus und zerstört alle Böden. Wir waren auf dem besten Weg, den Schaden zu beheben, hatten den Boden hochgezogen, den Riss gefunden und wollten eine neue Bodenplatte gießen, doch dann kam ein weiterer Sturm. Dann wird es noch schlimmer und jetzt ist es dort geradezu gefährlich. „Sie dürfen das Gebäude heute nicht betreten“, sagt Hermann auf die Situation in der Fischverarbeitungsanlage angesprochen.
Er fügt dann noch hinzu, dass das Gebäude nicht so saniert wird, wie es heute ist, das sei ganz klar.
„Man muss einfach abwarten und sehen“
„Wenn es eine Möglichkeit gäbe, den Betrieb in Grindavík wieder aufzunehmen, würden wir das immer wollen“, sagt Hermann.
Ihm zufolge befand sich das Unternehmen in der Offensive. „Wir waren auf einem guten Weg und haben viele technologische Innovationen übernommen, und das kommt gerade zu einem sehr schlechten Zeitpunkt“, sagt Hermann.
Dann sagt er, dass ihm nichts anderes übrig bleibt als abzuwarten, da er nicht nur einen Ausbruch fürchtet, sondern auch die Risse in der Stadt.
„Die Natur hat übernommen. Bei all dem haben Sie das Gefühl, dass Sie nicht alles kontrollieren können. Man muss sich einfach hinsetzen und schauen, was passiert“, sagt Hermann.
Ein wenig über die Antworten der Regierung
Von der Regierung liegen keine Informationen vor, aber Hermann sagt, das sei angesichts der Lage verständlich.
„Ich weiß nicht einmal, ob man mit Antworten rechnen kann.“ Es ist wahrscheinlich sehr schwierig, diese Entscheidungen zu treffen, ob man Grindavík abschreibt oder ob man den Unternehmen erlaubt, weiterzumachen. Es besteht unmittelbare Gefahr und verständlicherweise möchte niemand die Entscheidung treffen, zu kandidieren.“
Nach Auskunft der Naturkatastrophenversicherung hat Hermann nichts außer der Mitteilung erhalten, dass das Gebäude stark beschädigt sei und es nicht möglich sei, Menschen dort eine Arbeit anzubieten.
