Der Präsidialausschuss der Alþingi, der sich mit Fragen des Verhaltenskodex für Mitglieder der Alþing befasst, wird sich nicht aus eigener Initiative mit dem Fall der Piraten-Abgeordneten Arndís Anna K. Gunnarsdóttir befassen. Das sagt Birgir Ármannsson, die Sprecherin von Alþingi.
Der Abgeordnete wurde am Freitag im Kíkí-Club festgenommen. In einem Interview mit mbl.is gestern bestätigte Arndís Anna dies.
„Die Türsteher baten um Hilfe.“ Die Türsteher hatten mich schon abgewiesen, weil ich rausgeschmissen werden sollte, weil ich zu lange auf der Toilette war, das ist nun mal so,sagte Arndís gestern zu einem Journalisten. Als sie sich wehrte, forderten die Türsteher polizeiliche Hilfe an.
Habe keine Nachricht erhalten
Laut Birgis hat das Komitee keinen Bericht zu diesem Thema erhalten. Dem Ausschuss liegen außer den in den Medien erschienenen Informationen keine weiteren Informationen vor.
„Dabei ist uns nichts eingefallen, weder Informationen noch Kommentare, daher erwarte ich nicht, dass wir das aus eigener Initiative angehen.“
Auf die Frage, ob er wisse, dass das Thema in Alþingi diskutiert werde, antwortete Birgir, dass es offengelegt werden müsse. „Eine diesbezügliche Entscheidung ist noch nicht gefallen.“
Ich kenne andere Beispiele nicht
Ragna Árnadóttir, Leiterin des Alþingi-Büros, sagte in einem Interview mit Morgunblaðið, dass ihr kein Beispiel für die Festnahme eines Abgeordneten bekannt sei.
Auf Nachfrage sagte Birgir auch, dass er sich an ein solches Beispiel nicht erinnere, merkte jedoch an, dass er sich nicht gesondert damit befasst habe.
