Der Preis für eine jährliche Buskarte in Reykjanesbær wird im nächsten Jahr um 400 % steigen. Dies geht aus dem Haushaltsplan der Gemeinde hervor, der letzte Woche genehmigt wurde.
Eine Jahreskarte für allgemeine Busnutzer kostet derzeit 5.000 ISK, wird aber auf 25.000 ISK steigen. Im Idealfall bleibt der Preis jedoch für Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahren, Behinderte und Senioren, die 2.000 ISK für eine Jahreskarte zahlen, unverändert. Auch für Studierende ab 18 Jahren, die 5.000 ISK zahlen, bleibt die Preisliste unverändert.
Quellen von mbl.is behaupten, dass dieser enorme Preisanstieg auf den Kauf von Bustickets für Asylsuchende und Flüchtlinge in der Stadt durch die norwegische Arbeits- und Beschäftigungsagentur zurückzuführen sei. Kjartan Már Kjartansson, Bürgermeister von Reykjanesbæjar, konnte dies in einem Interview mit mbl.is nicht bestätigen.
Immer noch deutlich günstiger als in der Hauptstadtregion
Kjartan weist darauf hin, dass diese immer noch deutlich günstiger sei als eine Strætó-Jahreskarte im Hauptstadtgebiet und dass die Preiserhöhung keine Auswirkungen auf Gruppen wie Jugendliche, Studenten, Behinderte und Senioren habe.
Mbl.is berichtete diesen Sommer über eine Nachricht, die der Eigentümer von Bus4U am 8. Mai an den Stadtrat von Reykjanesbær geschickt hatte und in der es um eine „Notsituation im öffentlichen Verkehr in Reykjanesbær“ ging, Bus4U sei jedoch für den Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs in dieser Stadt verantwortlich.
In der Rede wird unter anderem beschrieben, dass „bestimmte Gruppen“ aggressiv und unhöflich seien, dass Kinder aufgrund von Belästigungen den Bus nur ungern benutzen, Vandalismus an Bussen zugenommen habe und Fahrer sich aus ihren Jobs zurückgezogen hätten.
