Die Wohnungspreise im Hauptstadtgebiet haben sich unter Berücksichtigung der Inflation seit der Jahrhundertwende mehr als verdoppelt.
Dies geht aus einer Mitteilung der Housing and Civil Engineering Agency (HMS) hervor.
Von 1981 bis 2000 kam es im Hauptstadtgebiet zu keinem über die allgemeine Preisentwicklung hinausgehenden Anstieg der Immobilienpreise.
Zwei Jahrzehnte ohne echten Zuwachs
HMS erstellt seit 1981 einen Index für Wohnungspreise im Hauptstadtgebiet, zuvor war der Index für Wohnungspreise im Hauptstadtgebiet jedoch erst ab 1994 verfügbar.
Mit einer längeren Zeitreihe besteht eine bessere Möglichkeit, die Entwicklung der Immobilienpreise im Hauptstadtgebiet über einen längeren Zeitraum zu analysieren, allerdings haben in den letzten vier Jahrzehnten verschiedene Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt stattgefunden.
Der geringe reale Anstieg der Immobilienpreise in den 1980er und 1990er Jahren steht im Gegensatz zur Entwicklung des Immobilienmarktes seit der Jahrhundertwende, wo die Immobilienpreise in den letzten zwei Jahrzehnten um 150 bis 170 Prozent gegenüber dem Preisniveau gestiegen sind.
Schwankungen hängen von der Wirtschaftslage und den Konditionen des Kreditnehmers ab
Die 1980er Jahre waren durch eine hohe Inflation und eine volatile Wirtschaftslage gekennzeichnet, wobei das Wirtschaftswachstum zwischen -2 und 9 Prozent lag.
Die realen Immobilienpreise stiegen zu Beginn des Jahrzehnts, begannen jedoch zusammen mit der Hyperinflation und der wirtschaftlichen Rezession im Jahr 1983 zu sinken. Im Jahr 1987 begannen die Immobilienpreise dann zu steigen, begleitet von starkem Wirtschaftswachstum und sinkender Inflation.
Im Zeitraum 1988-1996 blieben die Immobilienpreise stabil, begannen dann aber gegen Ende der 1990er Jahre parallel zum Wirtschaftsaufschwung wieder zu steigen.
Drei Wachstumsperioden seit der Jahrhundertwende
Der stärkste Anstieg seit der Jahrhundertwende erfolgte in drei Perioden. Die erste Periode war von 2000 bis 2006, als die Immobilienpreise aufgrund günstigerer Bedingungen für Kreditnehmer auf dem Immobilienmarkt und des Wirtschaftswachstums sprunghaft anstiegen.
Eine weitere Periode war in den Jahren 2013–2017, als das Wirtschaftswachstum, insbesondere im Tourismus, hoch war. Die dritte Periode lag in den Jahren 2020–2022 nach den Zinssenkungen während der Pandemie.
Die realen Immobilienpreise sind in den letzten zwei Jahrzehnten in zwei Zeiträumen gesunken. Einerseits nach dem Finanzkollaps 2008 und 2009, andererseits sank er nach Zinserhöhungen 2022 und 2023 um 5 Prozent.
