Die Länder der Welt müssen ihre Richtung ändern und Wohlstand zu einer höheren Priorität machen.
Das sagt Gabriela Ramos, stellvertretende Regisseurin der Organisation der Vereinten Nationen für kulturelle Angelegenheiten (UNESCO), im Gespräch mit mbl.is. Ramos hielt gestern eine Rede beim Velsældarþing in Harpa.
Das Prosperity Forum ist eine internationale Konferenz zum Thema Wohlstand. Es fand letztes Jahr zum ersten Mal statt. Die Konferenz wird vom Büro des National Medical Examiner in Zusammenarbeit mit dem Büro des Premierministers und dem Gesundheitsministerium organisiert. Weitere Partner sind die UNESCO.
Auf der Konferenz wurde die Umsetzung einer Wohlstandswirtschaft diskutiert, aber das ist so Eine Vision, die sich vom traditionellen Ansatz unterscheidet, der ausschließlich auf wirtschaftlichen Kennzahlen basiert. Stattdessen werden Wohlstand und Lebensqualität anhand sozialer und ökologischer sowie wirtschaftlicher Faktoren beurteilt.
Die isländische Regierung hat 40 Wohlstandsindikatoren eingeführt, um die Politikgestaltung mit dem Ziel zu unterstützen, den Wohlstand und die Lebensqualität in diesem Land zu steigern.
Ramos sagt, dass viele strategische Entscheidungen mit getroffen werden BIP im Hinterkopf, aber es ist kurzfristiges Denken. Sie sagt jedoch, dass das BIP ein guter Indikator für einige Aspekte des nationalen Lebens sein kann.
Laut Ramos müssen mehr Faktoren berücksichtigt werden als nur Ziele wirtschaftlich Wertsachen. Sie sagt, dass andere Dinge gehört werden müssen, die den Menschen am Herzen liegen. Als Beispiele nennt Ramos Gleichberechtigung, Klimawandel und Nachhaltigkeit.
„Fortschritt wird nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene gemessen“, sagt Ramos.
Habe mit Bjarna gesprochen
Auf Nachfrage sagt Ramos, das Thema der Konferenz sei aktuell. Die Initiative der isländischen Regierung ist gut und sie hofft, dass weitere Länder dem Beispiel Islands folgen.
„Ich habe mit dem Premierminister darüber gesprochen, dass der isländische Weg für viele Länder auf der Welt inspirierend sein könnte“, sagt Ramos, sie hatte aber auch ein Gespräch mit Premierministerin Bjarna Benediktsson, die auch eine kurze Rede im Parlament hielt.
Die demokratische Teilhabe junger Menschen ist ein Anliegen
In seinem Vortrag beim Velsældarþing nannte Ramos die demokratische Teilhabe junger Menschen ein Anliegen. Eine weitere Sorge wäre, dass junge Menschen weniger Vertrauen in Institutionen haben. Auf Nachfrage sagt sie, dass dies ein großes Anliegen sei, da junge Menschen die Zukunft bestimmen würden.
„Es wird zu viel gesagt, dass die jungen Menschen die Zukunft sind, aber das stimmt nicht, sie definieren die Zukunft“, sagt Ramos.
Dann ist das Wohlergehen junger Menschen wichtig und muss im Vordergrund stehen. Junge Menschen haben ein schlechtes Gewissen wegen der Situation in der Welt. Ramos sagt, das Unbehagen der jungen Menschen sei ein weiterer Hinweis darauf, dass die Länder der Welt ihre Politik ändern müssen.


