Die Erdbebenaktivität auf der Reykjanes-Halbinsel hat seit der sechsten Stunde gestern etwas nachgelassen. Nach Angaben eines Naturgefahrenexperten des Isländischen Meteorologischen Amtes sind die beobachteten Erdbeben zwar kleiner als zuvor, man kann aber davon ausgehen, dass die seismische Aktivität wieder zunehmen wird.
Das Land steigt in der Gegend weiter an und es gibt keine Anzeichen dafür, dass das etwa vier Kilometer tiefe Magma begonnen hat abzusinken. Lovísa Mjöll Guðmundsdóttir, Expertin für Naturgefahren beim Isländischen Meteorologischen Amt, sagt, dass die Erdbeben zwar jetzt kleiner sind als zuvor, gestern Abend jedoch Meldungen eingegangen seien, dass Erdbeben entdeckt worden seien.
„Das ist zu erwarten. Die Aktivität schwankt ziemlich stark. Es ist also damit zu rechnen, dass es wieder zunehmen wird“, sagt Lovísa im Interview mit einer Nachrichtenagentur.
Letzte 12 Stunden Es wurden rund 900 Erdbeben registriert, alle unter der Stärke drei. Die Aktivität nach Mitternacht fand hauptsächlich in der Sundhnúka-Kraterreihe nordöstlich von Þorbirn und auch westlich von Eldvarpa statt.
Der Nationale Wetterdienst traf sich gestern Abend mit dem Zivilschutz. Es wurde angegeben, dass aufgrund des Magma-Einbruchs in den kommenden Tagen mit seismischer Aktivität zu rechnen sei. Während die Ansammlung von Magma anhält, ist mit seismischer Aktivität zu rechnen, da das Eindringen von Magma zu einer erhöhten Spannung in der Region führt.
Aufgrund der Gefahr von Steinschlägen wird den Menschen außerdem empfohlen, bei der Annäherung an Berghänge in der Umgebung vorsichtig zu sein.
