Die seismische Aktivität in Hofsjökull hat sich in nur wenigen Jahren verzehnfacht. Es ist klar, dass der zentrale Vulkan, einer der beeindruckendsten des Landes, zum Leben erwacht. Was das bedeutet, ist überhaupt nicht sicher, da es dort seit der Besiedlung nicht und in den letzten zehntausend Jahren sogar nur fünf Mal ausgebrochen ist. Páll Einarsson, emeritierter Professor an der Fakultät für Geowissenschaften der Universität Island, berichtet dies in einem Interview mit Morgunblaðið. Er sagt, dass die Aktivität seit 2020 zugenommen hat.
„Es ist ganz klar, dass sich die Anzahl der Erdbeben und die gemessene seismische Aktivität pro Jahr fast verdoppelt haben“, sagt Páll.
Hofsjökull ist etwa 1.800 Meter hoch und erhebt sich aus dem zentralen Hochland mit einem Durchmesser von etwa 35 bis 40 Kilometern. Mehrere große Flüsse lassen sich auf den Gletscher zurückführen, darunter Þjórsá, Hvítá, Blonda und Héradsvötn.
Der Vulkan wird im Buch Náttúruvá á Íslandi: Vulkanausbrüche und Erdbeben aus dem Jahr 2013 besprochen. Darin heißt es, dass die Natur des Gletschers lange Zeit vor den Menschen verborgen blieb, da die vulkanische Aktivität seit Jahrtausenden nicht bemerkt wurde. Erst in den 1970er Jahren erkannten Wissenschaftler, dass sich unter dem Eis ein riesiger Krater verbarg.
„Dies ist ein aktiver Vulkan, aber wahrscheinlich einer der trägesten aktiven Vulkane in Island. „Es sind keine großen Ausbrüche dieses Vulkans bekannt, aber seit der Eiszeit sind mehrere kleine Lavaströme geflossen“, sagt unter anderem Páll.
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