Es gab Ideen, dass Akureyri die nächste Stadt Islands sein würde. Eine vom Infrastrukturminister eingesetzte Arbeitsgruppe zur Formulierung der Stadtpolitik schlug Akureyri als nächste Stadt Islands vor.
Ragnar Gunnarsson ist in Akureyri geboren und aufgewachsen und ebenfalls ausgewandert. Er sagt, er setze ein Fragezeichen darauf, Akureyri zu einer Stadt zu machen. „Ich kenne keine Stadt auf der Welt, in der zwanzigtausend Menschen leben“, sagt Raggi Sót und meint, Akureyri sei zwar die Hauptstadt der nordischen Region, habe aber noch nie eine Stadt mit einer so geringen Bevölkerungszahl gehabt.
Als Raggi in Akureyri aufwuchs, herrschte dort eine schreckliche Kleinstadtatmosphäre, sagt er. An Feiertagen kamen alle morgens um zehn Uhr raus, um die Autos zu reinigen und zu reparieren. In meiner Erinnerung war die Gastfreundschaft nicht besonders groß und nur diejenigen, die geboren waren und Kinder hatten, galten als Einheimische. Alle anderen waren Neulinge.
Er sagt, dass es eine große Veränderung gegeben hat und führt diese vor allem auf die Universitätsgemeinschaft zurück, die sich in Akureyri gebildet hat. Es hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Als Beispiel nennt er, dass es mittlerweile schwierig sei herauszufinden, ob die Leute in Restaurants essen gehen.
Raggi Sót war Gast von Dagmála und diskutierte viele der Themen, die heute in der Gesellschaft ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Der Auszug aus dem Interview, der dieser Nachricht folgt, handelt von der erwarteten Stadt im Norden und dem Unterschied zwischen Akureyri und Reykvíking.
Abonnenten von Morgunblaðinn haben Zugriff auf die gesamte Folge.
