Landhebung in Svartsengi geht mit erhöhter Geschwindigkeit weiter und ein neuer Magmafluss oder -ausbruch ist in den kommenden Wochen wahrscheinlich.
Dies erscheint in einer Ankündigung des isländischen Wetteramtes aber es heißt, dass die seismische Aktivität in Svartsengi und Sundhnúk sehr gering ist und in den letzten Tagen wurden nur wenige kleine Erdbeben registriert. Die Lava, die sich in Richtung der Nordseite des Sýlingarfell bewegte, floss seit dem Ende des Ausbruchs am 22. Juni weiterhin sehr langsam und hat nun vollständig aufgehört, sich zu bewegen.
Die neuesten Deformationsmessungen (sowohl GNSS- als auch InSAR-Satellitenbilder) zeigen, dass der Landanstieg unter Svartsengi anhält. Die Geschwindigkeit des Landes nahm nach dem Ende des Ausbruchs zu und ist nun größer als das, was vor dem Ausbruch, der am 29. Mai begann, gemessen wurde. Die Deformationsrate kann so interpretiert werden, dass der Magmazufluss in die Magmakugel in einer Tiefe von 4–5 km anhält.
Diese Karte zeigt die Ausdehnung und Dicke des Lavabetts, das sich bei der Eruption gebildet hat, die am 29. Mai begann.
Karten-/Wetteramt von Island
Ein Team des Nationalen Instituts für Naturwissenschaften und Landvermessung Islands hat Daten verarbeitet, die Experten aus Efla, Verkís und Svarm während eines Drohnenflugs über die Ausbruchszentren am 24. Juni gesammelt hatten. Die Daten zeigen, dass die Lava mittlerweile eine Fläche von 9,3 km2 und ein Volumen von etwa 45 Millionen m3 hat.
„„Mit diesen Annahmen als Orientierung kann davon ausgegangen werden, dass sich das System ähnlich verhalten wird wie zuvor und dass es in den kommenden Wochen erneut zu einem erneuten Magmaeinbruch und/oder -ausbruch im Sundhnúks-Gebiet kommen wird“, heißt es in der Ankündigung weiter.

