Heute Abend um 7:00 Uhr wurde in Reykjaneshrygg ein Erdbeben der Stärke 2,9 gemessen. Das Erdbeben ist das größte der Erdbebenserie, die in der Region begonnen hat, es ist jedoch nicht sicher, ob die Serie mit dem Magmakorridor auf der Reykjanes-Halbinsel zusammenhängt.
Salóme Jórunn Bernhardðsdóttir, Expertin für Naturgefahren beim Isländischen Meteorologischen Amt, sagt gegenüber mbl.is, dass viele der Erdbeben im Sturm „mittelschwer“ gewesen seien. Das stärkste Erdbeben wurde in einer Tiefe von 9,6 Kilometern gemessen 18.35 heute Abend.
„Ich glaube nicht, dass es möglich ist, eine konkrete Schlussfolgerung zu ziehen, dass dies in direktem Zusammenhang mit dem Magma-Einbruch in Svartsengi steht“, sagt Salóme.
Auf dem Korridor gibt es heute mehr Erschütterungen als gestern
Nach Angaben des Wetteramtes sind etwa 6,5 Millionen Kubikmeter Magma in den Magmaschelf bei Svartsengi geflossen. Salóme sagt, dass seit Mitternacht nördlich von Grindavík 58 Erdbeben registriert wurden.
„Aber es ist gut zu bedenken, dass man bei diesen alltäglichen Vergleichen immer vorsichtig sein sollte. Denn gestern gab es stürmisches Wetter, das die Empfindlichkeit beeinträchtigen könnte“, fügt sie hinzu. „Es kann durchaus sein, dass es heute trotzdem mehr Aktivität gab als gestern, aber wir sehen keine anderen direkten Anzeichen dafür, dass sich die Situation ändert.“
Der Nationale Wetterdienst hält es für wahrscheinlich, dass die Magmamenge im Tunnel in den nächsten zwei Wochen und sogar Tagen ein ähnliches Volumen wie vor dem Ausbruch am 14. Januar erreichen wird. Die Wahrscheinlichkeit eines Magmaflusses und einer Eruption ist daher gestiegen.
„Wir bereiten uns irgendwie darauf vor, dass es ein kurzer Ausbruch sein könnte.“ „Könnte in den nächsten Tagen oder auch nur ein paar Wochen sein“, sagt Salóme und fügt abschließend hinzu, dass die Ankündigung wahrscheinlich kürzer ausfallen wird als bisher.
