Aufgrund der Einsätze in Grindavík diese Woche war es für die Rettungsteams schwierig, eine Aufgabe zu bewältigen. Die Arbeitsbelastung und die Aufgaben der Rettungsteams in Grindavík waren in den letzten Monaten nahezu beispiellos, und es ist an der Zeit, die Einbindung der Rettungsteams in die Einsätze dort neu zu bewerten.
Das sagt Jón Þór Víglundsson, Informationsbeauftragter von Landsbjargar, in einem Interview mit mbl.is.
„Diese Woche lief es mit der Personalbesetzung nicht so gut“, sagt Jón auf Nachfrage und fügt hinzu:
„Um den gesamten Verein zu aktivieren und weitere Menschen anzulocken, müssen wir weiter in die Zukunft blicken und planen können.“ Diese Situation gab es einfach nicht, also haben wir Tag für Tag daran gearbeitet.“
Rettungsschwimmer mit Beruf und Familie
Die Geduld der Familien und Arbeitgeber der Retter lässt im Hinblick auf Projekte in Grindavík deutlich nach. Seit Beginn des Ausbruchs auf der Reykjanes-Halbinsel im Jahr 2021 war die Präsenz von Rettungsteams in Grindavík intensiv, und der Druck hat seit dem 10. November letzten Jahres, als Grindavík evakuiert werden musste, deutlich zugenommen.
Jón erwähnt, dass es sich bei den Rettern um Menschen mit Beruf und Familie handelt und dass die monatelange Situation, bei der kein Ende in Sicht ist, sie langsam auf die Probe stellt.
„Ich denke, dass die Menschen an ihre Grenzen gestoßen sind. Das geht natürlich schon seit geraumer Zeit, und wenn ein Projekt dieser Größenordnung so sehr auf Freiwillige angewiesen ist, fragt man sich natürlich, wie viel Zeit die Leute dafür aufwenden müssen“, sagt Jón.
Eine ähnliche Situation wird nicht oft behandelt
Normalerweise besteht die Aufgabe von Rettern hauptsächlich in der Suche und Rettung.
Solche Anrufe können mehrere Stunden und in manchen Fällen mehrere Tage dauern. Er sagt, dass Island als Nation nicht oft mit einer ähnlichen Situation zu kämpfen hatte wie jetzt in Grindavík und auf der Reykjanes-Halbinsel im Allgemeinen.
„Der Zivilschutz übernimmt kaum Projekte dieser Größenordnung, und wir haben schon vor einiger Zeit den Punkt erreicht, an dem wir uns fast ausschließlich auf Freiwillige verlassen können“, sagt Jón.
Er sagt, dass das Rettungsteam bei der Suche und Rettung nicht müde sei, wie sich bei einem Unfall in Grindavík im Januar gezeigt habe. Die tägliche Präsenz in Grindavík wird jedoch langsam auf die Probe gestellt.

