Einar Þorsteinsson, der neue Bürgermeister von Reykvíkinga, befürchtet nicht, dass ihm sein Vorgänger Dagur B. Eggertsson im Nacken sitzen wird.
„Nein, ich fürchte nicht.“ Das ist eine klare Änderung, es gibt hier nur einen Bürgermeister! Als ich Vorsitzender des Stadtrats war, habe ich darauf geachtet, nicht vor Dag zu treten und zu erwarten, dass es jetzt genauso sein würde. Darüber besteht eigentlich eine gute Einigkeit“, sagt er in einem Interview mit Sunndagsblað Morgunblaðinn.
Auf die Frage, ob es für ihn ein Vorteil oder ein Nachteil sei, Dag im Rathaus zu haben, antwortet Einar:
„Ich bin seit achtzehn Monaten hier und habe mich sehr gut auf das vorbereitet, was mich erwartete. Ich habe so viel Respekt vor den mir übertragenen Aufgaben, dass ich es für selbstverständlich halte, dass eine Kontinuität im Wissen herrscht und die Übertragung der Aufgaben von Degi auf mich gut verläuft. Dass es bei der Entscheidungsfindung und dergleichen kein Zögern oder Unterbrechungen gibt. Aber natürlich unterscheide ich mich in vielerlei Hinsicht von Degi. Er ist jetzt Vorsitzender des Stadtrats, hat aber auch erklärt, dass er begonnen hat, sich umzuschauen.“
Hängt von ihm selbst ab
– Gehen Sie also davon aus, dass er nicht mehr lange da sein wird?
„Es hängt alles von ihm ab und ich werde nicht versuchen, Einfluss auf das zu nehmen, was er tut.“
– Aber wie ist Ihr persönliches Verhältnis?
„Es war sehr gut. Das gleiche Gespräch innerhalb der Mehrheit. Wir sind uns nicht immer einig, da es sich um vier verschiedene Parteien handelt. Allerdings arbeiten wir nach einer soliden Mehrheitsvereinbarung, die Arbeit ist also gut.“
Er sagt, es sei eine kluge Entscheidung gewesen, die Dinge so zu umgehen, dass Dagur die ersten 18 Monate weiterhin Bürgermeister war, ihn dann aber selbst übernahm. Der Job ist umfangreich, da es sich um eine sehr wichtige Führungsposition handelt und daher eine gute Vorbereitung erforderlich ist.
„Es wäre unverantwortlich gewesen, sofort Bürgermeister zu werden, ohne eines Tages als Stadtvertreter gedient zu haben. Ich liebe die Projekte hier im Rathaus und habe großen Respekt vor der Arbeit des Bürgermeisters, dass ich es für eine Selbstverständlichkeit gehalten habe, die Themen gründlich zu studieren, bevor ich dieses Amt beanspruche.“
Der neue Bürgermeister wird im Sunndagsblaðin ausführlich interviewt.

