Guðmundur Árnason, der vierzehn Jahre lang Ministerpräsident im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft war, verlässt das Ministerium. Nach eigenen Angaben wird er im nächsten Jahr eine Anstellung als Botschafter im Auswärtigen Dienst antreten.
Laut Innherji gab Guðmundur das Ende seines Postens heute in einer Mail an die Mitarbeiter des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft bekannt, er leitet das Ministerium jedoch seit Sommer 2009. Bekanntlich hat Þórdís Kolbrún R. Gylfadóttir die Leitung übernommen im Oktober zum Finanzminister ernannt, gleichzeitig wechselte Bjarni Benediktsson ins Außenministerium.
Als langjähriger Ministerialleiter im Finanzministerium war Guðmundur gleichzeitig einer der einflussreichsten Beamten der isländischen Regierung. Zuvor war er außerdem Vorstandsmitglied von LSR und der Pensionskasse sowie seit Ende 2020 Vorstandsmitglied des National Fund of Oman.
In Guðmunds Mail an die Mitarbeiter des Ministeriums heißt es, dass er eine Anstellung als Botschafter im Auslandsdienst angenommen habe. Es wird erwartet, dass er später im nächsten Jahr seine Arbeit in Rom, Italien, aufnehmen wird.
Island unterhält keine eigene Botschaft in Italien, es ist jedoch die Botschaft in Paris, die die Interessen Islands gegenüber Italien wahrnimmt. Der Auswärtige Dienst hingegen unterhält eine Botschaft in Rom, wo die Ständige Kommission Islands bei den Vereinten Nationen die Interessen des Landes in Zusammenarbeit mit drei Organisationen wahrnimmt: der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und den Vereinten Nationen Nations Food Programme (WFP) und der International Fund for Agricultural Development (IFAD).
Guðmundur, der einen Universitätsabschluss in Politikwissenschaft und internationaler Politik hat, war jahrelang Minister im Bildungsministerium, bevor er ins Finanzministerium wechselte. Zuvor war er Abteilungsleiter und später Büroleiter im Büro des Premierministers.
Anfang dieses Monats wurde Tómas Brynjólfsson zum stellvertretenden Minister im Finanzministerium befördert, in den letzten Jahren war er jedoch Büroleiter des Wirtschaftsbüros des Ministeriums.
