Bogi Nils Bogason, CEO von Icelandair, sagt in einem Interview mit mbl.is, dass die Situation, die durch den Gehaltsstreit der Fluglotsen entstanden ist, angesichts der bisherigen Ereignisse lächerlich sei. Die Parteien müssen zu einer Einigung kommen, die es den Exporten ermöglicht, doch wenn das nicht gelingt, muss die Regierung in den Streit eingreifen.
„Auf jeden Fall müssen wir auf den von unserem System tolerierten Grundsätzen verhandeln, und es ist ganz klar – wie die Zentralbank bereits gesagt hat –, dass die beste Waffe gegen Inflation und hohe Zinssätze darin besteht, Stabilität in der Arbeitswelt zu gewährleisten.“ Markt und langfristige Verträge dieser Art, die sich nicht zuletzt die Exportbranchen leisten können. Es ist also ein Schlüsselelement dabei, und wenn die Parteien dazu nicht bereit sind, ist etwas anderes nötig.“
Dass dann die Regierung ins Spiel kommt?
„Ja, meiner Meinung nach“, sagt Bogi.
Erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass Personen das Ende der Route nicht erreichen
Der Branchenverband weist darauf hin, dass durch die Streikaktionen der Fluglotsen direkte Schäden und Folgeschäden in Milliardenhöhe entstanden seien. Laut Bogi könnten die direkten Kosten der Streikaktion der letzten Woche sowie der geplanten Streikaktionen am Montag und Mittwoch für das Unternehmen zwischen 5 und 7 Millionen US-Dollar liegen.
Die Fluglotsen planen, morgen und Mittwoch ihre Arbeit einzustellen.
Bogi sagt, dass der Schaden, der diese Woche verursacht wird, größer sein wird als letzte Woche, da es mehr Passagiere gibt und es schwieriger ist, sie auf Flüge zu verlegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Passagiere aufgrund der geplanten Maßnahmen ihr Ziel nicht vor Weihnachten erreichen, steigt deutlich.
„Dadurch wird der Schaden für uns und den Tourismusdienst immer größer, nicht zuletzt für unsere Passagiere, Menschen, die versuchen, zu Freunden und Verwandten zu gelangen und dergleichen“, sagt Bogi.
Nicht das, was die Tourismusbranche oder die Passagiere verdienen
Sind Sie optimistisch, dass eine Lösung in Sicht ist?
„Ich glaube einfach an nichts anderes als an den gesunden Menschenverstand. Diese aktuelle Situation ist angesichts der bisherigen Ereignisse so lächerlich. Das ist nicht das, was die Fluggesellschaften, die Tourismusbranche und schon gar nicht die Passagiere, die noch vor Weihnachten ans Ziel kommen müssen, verdienen. Deshalb glaube ich an nichts anderes, als dass die Menschen auf sich selbst aufpassen und dieses Problem vernünftig lösen.“
