Der Ausbruch, der auf der Halbinsel Reykjanes begann, ist im Vergleich zu anderen Ausbrüchen sehr heftig. Der Nationale Wetterdienst schätzt, dass der Lavastrom zu Beginn der Eruption etwa 100 bis 200 Kubikmeter pro Sekunde betrug.
Es liegt damit um Längen über den jüngsten Ausbrüchen auf der Reykjanes-Halbinsel, wie im Diagramm oben zu sehen ist. Als nächstes folgt der Ausbruch in Merardälar, doch dann kamen zu Beginn 32 Kubikmeter pro Sekunde aus dem Boden.
Zum weiteren Vergleich kann einer der größten Lavaausbrüche der letzten Zeit erwähnt werden, in Holuhraun zwischen 2014 und 2015. Zu Beginn betrug der Lavastrom höchstens 350 Kubikmeter pro Sekunde.
Es ist klar, dass letzte Nacht große Kräfte freigesetzt wurden. Der Ausbruch ist recht schnell abgeklungen, obwohl er mit großer Wucht begonnen hat.
Die norwegische Wetterbehörde schätzt nun, dass der Lavastrom nur noch ein Viertel dessen beträgt, was er ursprünglich war, oder 25–50 Kubikmeter pro Sekunde. Die Magmastrahlen sind auch niedriger, nämlich 30 Meter, wo sie ihren höchsten Punkt erreichen. Mittlerweile sind es etwa fünf Gosops, die entlang des ursprünglichen Risses verstreut sind.
mbl.is/Árni Sæberg


