Laut Gesundheitsminister Willums Þórs Þórsson laufen zwar mehrere Maßnahmen, die auf einer Schadensminimierungsphilosophie für das Opioidproblem basieren. In den kommenden Wochen wird im Hauptstadtgebiet ein lokaler Konsumraum eröffnet. Außerdem wurde ein experimentelles Projekt zum Ausschleichen von Opioiden, Schlaf- und Beruhigungsmitteln gestartet.
Dies gehört zu den Dingen, die in erscheinen die Antwort des Gesundheitsministers auf eine Frage von Eva Sjöfn Helgadóttir, Abgeordnete der Piraten, zu Maßnahmen zur Schadensminderung aufgrund der Opioidproblematik.
Die Arbeitsgruppe wird in den kommenden Wochen einen Abschlussbericht vorlegen
In Willums Antwort heißt es, dass bei diesem Thema großer Wert auf einen Ansatz zur Schadensminimierung gelegt wurde und dass es seiner Meinung nach dringend erforderlich ist, den Schwerpunkt auf die Reduzierung der negativen Folgen des Drogenkonsums und die Förderung positiver Veränderungen für Konsumenten und die Gesellschaft als Ganzes zu legen.
„Der Gesundheitsminister hat am 6. September 2023 eine Arbeitsgruppe eingesetzt und diese damit beauftragt, die erste isländische Schadensminderungsstrategie zu entwerfen und einen auf dieser Strategie basierenden Aktionsplan vorzuschlagen.“ Der Arbeitsgruppe gehören 19 Vertreter interner und externer Stakeholder an, die direkten oder indirekten Einfluss auf das Thema haben“, heißt es in der Antwort von Willums.
Unter anderem wurde gefordert, dass die Arbeitsgruppe Maßnahmen prüft, die Ressourcen wie den niedrigschwelligen Zugang zur Gesundheitsversorgung, die chemische Analyse von Arzneimitteln, die Aufklärung über den sicheren Umgang mit Arzneimitteln und vielfältigere Erhaltungstherapien umfassen. Die Arbeitsgruppe arbeitet außerdem an einer Bewertung des Stands der Schadensminderung in Island und überprüft die Entwicklung der Schadensminderung in den nordischen Ländern, in Europa und anderswo auf der Welt.
In der Antwort heißt es, dass erwartet wird, dass die Gruppe dem Minister in den kommenden Wochen einen Abschlussbericht vorlegen wird, und dass der Abschlussbericht Folgendes enthalten wird: Entwurf einer Strategie und eines Aktionsplans welches die Entwicklung der Schadensminderung berücksichtigt.
Für SÁÁ-Dienste ausgehandelt
Íszúkratyringar Íslands wurde damit beauftragt, einen Gesamtvertrag für SÁÁ-Dienstleistungen einschließlich der Gebühren abzuschließen Erhaltungsbehandlungen bei Opioidabhängigkeit. Es sind SÁÁ, Landspítali und das psychiatrische Team der Gefängnisse, die in Island Erhaltungsbehandlungen für Suchtkranke anbieten.
Laut Willums Antwort arbeitet Íszúkratyringar Íslands derzeit an einer Kostenschätzung für den verbesserten Zugang zu Erhaltungsbehandlung. Es wird erwartet, dass es auch eine Einigung über ein Notfallzentrum geben wird, in dem Menschen in dringender Not Zugang zu evidenzbasierten Gesundheitsdiensten wie Entzugsbehandlungen, Drogenbehandlungen oder Erhaltungstherapien erhalten, die ihren Bedürfnissen entsprechen.
„Die isländische Krankenversicherung arbeitet an einem Kostenvoranschlag für diese Leistung. Die Verhandlungen laufen derzeit und laufen gut.“
Projekte zur Schadensminderung sind in Arbeit
In der Antwort spricht Willum über die aktuellen Maßnahmen in Island, die auf einer Harm-Reduction-Philosophie basieren. Darin heißt es unter anderem, dass den Anwendern bundesweit der Zugang zum Notfallmedikament Nyxoid Nasenspray gewährleistet sei.
Darin heißt es außerdem, dass das Gesundheitsministerium nun ein sechsmonatiges Pilotprojekt finanziert, das aus einem personalisierten Behandlungsplan für Menschen besteht, die regelmäßig starke Schmerzmittel oder Schlaf- und Beruhigungsmittel einnehmen und Hilfe bei der Beendigung oder Reduzierung ihres Konsums wünschen. Es wird geschätzt, dass mindestens 300 Personen den Dienst nutzen werden.
Wie bereits erwähnt, werden lokale Konsumräume dies tun in den kommenden Wochen im Hauptstadtgebiet eröffnet. Das Projekt basiert auf einer Zusammenarbeit zwischen der Stadt Reykjavík und dem Roten Kreuz, das den Dienst im Rahmen einer Vereinbarung mit der isländischen Krankenversicherung mit Mitteln des Gesundheitsministeriums bereitstellen wird.
Geplant ist außerdem die Einführung eines Pilotprojekts zur Erhaltungstherapie zum Zweck der Rehabilitation, das integrierte Leistungen des Sozial- und Gesundheitssystems im lokalen Umfeld der Betroffenen gewährleistet. Das Projekt befinde sich in der Entwicklung, heißt es in der Antwort des Gesundheitsministers.
