Nur ein kleiner Teil der Welt atmet wirklich saubere Luft: Laut dem aktuellen Weltluftqualitätsbericht 2025 von IQAir erfüllen lediglich 14 Prozent der Städte weltweit die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Damit hat sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr sogar verschlechtert.
Die Analyse basiert auf Daten aus 9.446 Städten in 143 Ländern und zeigt klar: Die globale Luftqualität stagniert – trotz einzelner Fortschritte in bestimmten Regionen.
Island unter den wenigen Ländern mit sauberer Luft
Eine der auffälligsten positiven Nachrichten: Island gehört erneut zu den wenigen Ländern weltweit, die die strengen WHO-Grenzwerte für Feinstaub (PM2,5) einhalten.
Insgesamt schaffen das nur 13 Länder und Gebiete. Neben Island zählen dazu unter anderem Australien, Estland und mehrere Inselregionen wie Bermuda oder Barbados. Der Großteil der Welt liegt hingegen deutlich über den empfohlenen Grenzwerten.
Damit bestätigt sich einmal mehr die besondere Situation Islands: geringe Industrie, viel erneuerbare Energie und eine vergleichsweise niedrige Bevölkerungsdichte sorgen für außergewöhnlich gute Luftqualität.
Globale Lage bleibt kritisch
Während Island zu den Ausnahmen gehört, zeigt der Bericht insgesamt ein deutlich düsteres Bild:
- 91 Prozent aller untersuchten Länder überschreiten die WHO-Grenzwerte
- Die am stärksten belasteten Länder liegen vor allem in Südasien und Afrika
- Die 25 am stärksten verschmutzten Städte befinden sich ausschließlich in Indien, Pakistan und China
Europa mit gemischter Entwicklung
Auch in Europa ist die Entwicklung uneinheitlich. In 23 Ländern stiegen die Feinstaubwerte, während sie in 18 Ländern zurückgingen. Ursachen sind unter anderem:
- Holzverbrennung im Winter
- Saharastaub-Ereignisse
- Rauch von Waldbränden, teilweise aus Nordamerika
Island hebt sich hier deutlich vom europäischen Durchschnitt ab und bleibt ein positives Beispiel für saubere Luft.
Titelbild: Blick von Hjörleifshöfði bis zu den Reynisdrangar / Mirjam Lassak
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