Jódís Skúladóttir, Parlamentsabgeordneter der Links-Grünen, sagt, dass die Fehler von Polizeibeamten bei ihrer Arbeit aufgrund chronischer Geldknappheit und Personalprobleme zunehmen. Es liegt in der Verantwortung des Ministers der Unabhängigkeitspartei.
„Die Unabhängigkeitspartei hat jahrelang die Zügel des Justizministeriums inne, und die dortigen Minister tragen große Verantwortung für den Zustand der Polizei.“ Das Gleiche lässt sich über den Stand der Einwanderungs- und Gefängnisangelegenheiten sagen, aber das ist eine andere Geschichte“, schreibt Jódís in einem Begleitartikel in Morgunblaðið.
Jódís sagte Anfang des Monats in Althingi, dass sie fast täglich von Polizisten lese, die in ihren Handlungen zu weit gehen und Gewalt und Härte gegen normale Bürger anwenden.
„Fehler nehmen zu“
Ihre Kommentare stießen bei manchen Polizeibeamten auf Missfallen, und in ihrem heutigen Artikel im Morgunblaðin erläutert sie ihren Fall weiter.
„Dann ist es auch klar, dass die gleichen Leute zwar Vollzeitstellen besetzen müssen, die auf viel mehr Hände verteilt werden sollten, aber es endet nur in einer Richtung: Die Zahl der Fehler nimmt zu, die Leute enden mit Burnout oder Krankheiten.“
Nicht einverstanden mit erhöhten Berechtigungen und Waffen
„Als VG-Vertreter im Haushaltsausschuss habe ich betont, dass der Polizei Verständnis entgegengebracht wird und der Spargürtel nicht weiter enger geschnallt wird.“ Ich stimme mit der Polizei überein und respektiere sie, bin aber grundsätzlich nicht mit dem Argument einverstanden, dass ihr Problem durch eine Ausweitung der Ermittlungsbefugnisse oder das Tragen von Waffen gelöst wird.
Es muss jedoch umgehend für zufriedenstellende Arbeitsbedingungen und ein menschenwürdiges Umfeld gesorgt werden. Es ist offensichtlich“, schreibt Jódís.
Die Polizei kontaktierte sie
Sie berichtet in ihrem Artikel auch, dass Polizisten sie nach ihren Äußerungen kontaktiert und gesagt hätten, dass sie von ihrer Rhetorik abgewogen seien.
„Allerdings habe ich auch etliche Mails von Bürgern erhalten, die behaupten, Belästigungen oder Gewalt durch die Polizei erlebt zu haben. Ich respektiere beide Standpunkte und muss fairerweise sagen, dass ich der Polizei im Laufe der Jahre sowohl mündlich als auch schriftlich zur Seite gestanden habe.“
