Ein Entwurf für einen Management- und Schutzplan für das Landschaftsschutzgebiet Kerlingarfjöll wurde veröffentlicht und zur öffentlichen Einsicht vorgelegt. Wie auf der Seite der Naturschutzbehörde Islands publizierten Informationen hervorgeht, können Stellungnahmen in den kommenden sechs Wochen eingereicht werden.
Kerlingarfjöll wurde im Jahr 2020 offiziell als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die Einstufung basiert auf dem isländischen Naturschutzgesetz und orientiert sich an internationalen Kategorien der International Union for Conservation of Nature, konkret Kategorie V (geschützte Landschaft) und Kategorie VI (nachhaltige Nutzung).
Ziel des vorgelegten Plans ist es, eine langfristige Strategie für den Schutz und die Nutzung des Gebiets zu definieren. Laut Náttúruverndarstofnun umfasst der Entwurf sowohl übergeordnete Leitlinien als auch einen konkreten Aktionsplan für die kommenden drei Jahre. Im Mittelpunkt stehen der Erhalt der natürlichen Werte sowie eine möglichst nachhaltige Nutzung des Gebiets.
Erarbeitet wurde der Plan von einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung verschiedener Institutionen und Gemeinden in der Region. Auch relevante Interessengruppen wurden in den Prozess einbezogen, um eine breite Grundlage für die zukünftige Entwicklung zu schaffen.
Die Náttúruverndarstofnun ruft die Öffentlichkeit ausdrücklich zur Beteiligung auf. Rückmeldungen gelten als zentraler Bestandteil, um einen tragfähigen Konsens über die künftige Nutzung und den Schutz des Gebiets zu erreichen.
Stellungnahmen können bis zum 25. Mai 2026 eingereicht werden. Eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Plan ist ebenfalls vorgesehen, Details dazu sollen noch bekannt gegeben werden.
Mit der Veröffentlichung des Entwurfs erreicht die Entwicklung des Schutzkonzepts für Kerlingarfjöll eine wichtige Phase. Das Gebiet zählt zu den markanten Hochlandregionen Islands und steht zunehmend im Fokus von Tourismus und Naturschutz gleichermaßen.
Titelfoto: Kerlingarfjöll / Mirjam Lassak
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