„Die Mehrheit derjenigen, die hier Asyl beantragen, ist nicht bedürftig und erhält keinen Schutz.“ Dennoch erhalten sie eine Bezahlung für die Rückkehr in ihre Heimat, Flüge und eine besondere Barzahlung. „Es ist nicht normal, dass die Ausreiseentschädigung in Ländern wie Venezuela das Doppelte des Jahresgehalts ausmachen kann“, sagt Parlamentsabgeordnete Birgir Þórarinsson in einem Interview mit Morgunblaðið.
In der Antwort des Justizministers auf seine Frage nach den Kosten für die Ausreise von Asylbewerbern heißt es, diese seien um mehr als das Hundertfache gestiegen. Im vergangenen Jahr belief sich der Betrag auf fast 78 Millionen ISK, verglichen mit fast 760.000 im Jahr 2022.
„Es fängt an, sich auf den Kopf zu stellen, und man fragt sich, ob Ausreisezuschüsse nun als Anreiz wirken, ins Land zu kommen“, sagt er.
„Ich halte es für notwendig, dieses Zuschusssystem zu überprüfen und hoffe, dass wir einen Rückgang der Zahl der Asylbewerber erleben werden, wenn das neue Einwanderungsgesetz in Kraft tritt“, sagt Birgir Þórarinsson.
Die Gesamtzahl der Antragsteller auf internationalen Schutz, denen die Rückkehr in ihre Heimat verweigert wurde, denen aber finanzielle Unterstützung gewährt wurde, betrug im vergangenen Jahr 493, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. Im Jahr 2018 beträgt die Gesamtzahl 698 Personen. Im gleichen Zeitraum also Von 2018 bis 2023 verließen 396 Personen das Land ohne finanzielle Unterstützung, nachdem ihnen internationaler Schutz verweigert wurde.
Mehr über den Fall können Sie im heutigen Morgunblaði lesen.

