Páll Einarsson, emeritierter Professor an der Fakultät für Geowissenschaften der Universität Helsinki, sagt, dass es angesichts des Landreliefs, das derzeit in Svartsengi auf der Reykjanes-Halbinsel gemessen wird, möglich ist, dass sich ein neuer Magmakorridor bildet. Páll sagt auch, dass die Situation derzeit kompliziert sei, aber in den nächsten Tagen könne man vielleicht beurteilen, ob sich das Magma im Tunnel unter Grindavík verfestigt hat.
„In den nächsten Tagen kann man vielleicht herausfinden, ob der Korridor durchgehend verfestigt ist.“ Der Tunnel ist nicht sehr dick und dünne Tunnel verfestigen sich schnell. Was die Unklarheit jedoch noch verstärkt, ist, dass es in Svartsengi erneut einen Bully-Landris gibt. Möglicherweise ist gerade ein neuer Korridor in Arbeit. Das Thema ist daher ziemlich kompliziert und hat viele Seiten. Daher müssen alle Möglichkeiten offen gehalten werden, damit nichts die Menschen überraschen kann“, sagt Páll in einem Interview mit Morgunblaðið.
Zwei Wochen sind vergangen, seit ein schweres Erdbeben in Grindavík große Schäden anrichtete. Die Gemeinde wurde evakuiert, doch zum Glück sind solche Ereignisse nicht an der Tagesordnung. Am 10. November ereignete sich das größte Erdbeben mit einer Stärke von 5,0.
Die seismische Aktivität war eine Zeit lang hoch, hat aber im Laufe der Zeit stark abgenommen. Es wurde festgestellt, dass die Geowissenschaftler der norwegischen Meteorologischen Agentur inzwischen davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Ausbruchs innerhalb der Stadtgrenzen von Grindavík gering ist. Grindvíkings haben heute von den Behörden die Erlaubnis erhalten, mit größeren Fahrzeugen bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen in die Stadt einzufahren. Auch Kinderwagen sind in Wohngebieten erlaubt.
Die vollständige Berichterstattung finden Sie im heutigen Morgunblaði.
