Der Geophysiker Magnús Tumi Guðmundsson sagt, dass die Ansammlung von Magma unter Svartsengi sowohl schneller als auch größer ist als zuvor. Magnús sagt in einem Interview mit mbl.is, dass die Ansammlung von Magma mit einer Eruption enden könnte, wenn die Ansammlung von Magma anhält, obwohl es nicht möglich ist, diesbezüglich etwas zu verraten.
„Je länger dies andauert und je häufiger es passiert, desto wahrscheinlicher ist es, dass es ausbricht, aber die meisten Eingriffe hören auf, bevor es zu einem Ausbruch kommt.“
Magma ist nicht für jeden eine Überraschung
Magnús sagt, die Situation sei so, dass ihnen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. Er sagt, die Bedingungen dort seien ganz anders als in unseren Hauptvulkanen wie Grímsvatn, Hekla und anderswo.
„Dies ist natürlich ein Ort, an dem es eine wichtige Infrastruktur gibt. In der Nähe von Grindavík gibt es die Blaue Lagune. Wenn es dort ausbricht, ist mit großen Auswirkungen zu rechnen. Dort dringt Magma tief vor, aber wir wissen nicht, wie tief. Es sammelt sich nun in einem geneigten Felstunnel in einer Tiefe von etwa fünf Kilometern und ist vielleicht 1-2 Meter breit.
Wenn das Magma beginnt, wird es höchstwahrscheinlich einige Zeit dauern, bis es die Oberfläche erreicht. Im schlimmsten Fall dauert es ein paar Stunden. Wenn es Anzeichen dafür gäbe, dass Magma an die Oberfläche bricht, wäre die Situation völlig anders und dann würde das Gebiet wahrscheinlich gesperrt und evakuiert. Dann spreche ich über Dinge wie die Blaue Lagune und ähnliches. Es kann durchaus sein, dass sich in naher Zukunft Bedingungen entwickeln, die die Nutzung der Blauen Lagune nicht mehr als sicher erachten.“
Magnús sagt, dass Magma im Gegensatz zu allem, was wir bisher gesehen haben, völlig überraschend kommt.
Grindavík ist nicht in unmittelbarer Gefahr
Er sagt, dass das Kraftwerk in Svartsengi in großer Gefahr sei, wenn es in dieser Gegend sowie in der Blauen Lagune ausbricht, aber er sagt, dass Grindavík nicht in direkter Gefahr sei.
„Es ist wichtig zu wissen, dass die Lava nicht nach Grindavík fließen wird, wenn sie nordwestlich von Þorbjörn ausbricht. Nach dem aktuellen Stand der Dinge kann es bis zum Meer westlich von Grindavík gehen. Wenn ein Deich gebaut werden müsste, um den Lavastrom aus Grindavík zu stoppen, müsste auch dafür Zeit sein. Grindavík selbst ist nicht in unmittelbarer Gefahr.“
