Dies erscheint in Bericht des Untersuchungsausschusses für Verkehrsunfälle über den Fall. Am 28. Oktober 2019 stürzte in Keflavík ein Zwei-Personen-Flugzeug am Rande der Landebahn ab. Das Passagierflugzeug von Icelandair hatte nicht genügend Treibstoff, um nach Akureyri zu fliegen, und landete daher auf derselben Route wie das Flugzeug.
Mangelnde Kommunikation über den Flughafen Reykjavík
Im Bericht des Verkehrsunfalluntersuchungsausschusses heißt es unter anderem, dass sich ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Islandair im Anflug auf den Flughafen Keflavík befand, als das Kleinflugzeug am Ende der Landebahn ins Schleudern geriet.
Der Flughafen Reykjavík wurde als Ausweichflughafen des Fluges aufgeführt, und die Besatzung des Passagierflugzeugs bat den Fluglotsen der Anflugkontrolle des Flughafens Keflavík um den letzten Bremstest für den Flughafen Reykjavík.
Der Fluglotse hatte geantwortet, dass es eine halbe Stunde dauern würde, dort eine Bremsmessung durchzuführen. Dem Bericht zufolge wussten die Fluglotsen in Keflavík jedoch nicht, dass der Flughafen Reykjavík bereits für die Eröffnung vorbereitet wurde und dass die Landebahn an diesem Morgen zweimal überprüft worden war.
Die Untersuchung ergab einen Mangel an Kommunikation zwischen der Anflugkontrolle des Flughafens Keflavík und dem Flugfunkdienst des Flughafens Reykjavík. Aus diesem Grund kamen die Piloten des Verkehrsflugzeugs „Islandair“ zu dem Schluss, dass sie nicht auf den Flughafen Reykjavík warten konnten und dass der Flughafen Keflavík ihre einzige Landemöglichkeit sei.
Gleichzeitig kommt der Untersuchungsausschuss zu dem Schluss, dass der Flughafen Reykjavík kein geeigneter Ausweichflughafen für den Flug war. Dabei werden die Wettervorhersage, die Öffnungszeiten des Flughafens, die Zeit bis zur Erhöhung der Notfallbereitschaft des Flughafens und die Kapazität des Flugzeugs bei der Landung berücksichtigt.
Passagiere im Kleinflugzeug nicht benachrichtigt
In dem Bericht heißt es, dass die Besatzung der Passagiermaschine schließlich den Notstand ausgerufen habe, um auf dem Flughafen Keflavík landen zu können, doch dann sei der Treibstoff an Bord der Maschine auf 2,8 Tonnen gesunken. Als das Flugzeug landete 06:26 An diesem Tag betrug die Treibstoffmenge 2,6 Tonnen.
Darin heißt es auch, dass die Flugbesatzung und die Passagiere des Flugzeugs, die sich auf der Landebahn befanden, als die Maschine von Icelandair dort landete, nicht darüber informiert wurden, dass das Flugzeug auf der Landebahn landete, auf der sie standen.
Mangelnde Gesamtübersicht
Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass sich ein solcher Vorfall wiederholt, schlägt der Ausschuss für Transportunfalluntersuchungen in seinem Bericht unter anderem vor, dass alle Passagierflugzeuge auf dem Weg in das Land sowie Passagierflugzeuge auf Inlandsflügen über ausreichend Treibstoff zum Fliegen verfügen zu einem Ausweichflughafen und unter Berücksichtigung der Zeit, die für die Vorbereitung des Flughafens benötigt wird.
Der Untersuchungsausschuss kam dann zu dem Schluss, dass die betroffenen Parteien zwar über ein Sicherheitsnetz rund um ihren Betrieb verfügten, dieses jedoch jeweils nur aus ihrer eigenen Perspektive betrachteten und es an einem Überblick über das gesamte Sicherheitssystem fehle.
Unter anderem schlägt das Komitee Isavia vor, sich um die Kommunikationswege zwischen dem Flughafen Keflavík und anderen Flughäfen außerhalb ihrer Öffnungszeiten zu kümmern. Es wird außerdem vorgeschlagen, spezielle Prozesse für die Informationsvermittlung zwischen ihnen einzurichten, für den Fall, dass einer von ihnen geschlossen wird.
